Aufgeben gilt nicht!
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Unglückliche Westfalia lässt den Bock wackeln – und will ihn schnell umstoßen
Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Die nächste Hiobsbotschaft kam rund drei Stunden nach dem Abpfiff: Daniel Richter, der schon zur Pause ausgewechselt werden musste, hat sich am Ellenbogen verletzt. „Er wird mehrere Wochen ausfallen“, stöhnt Engin Yavuzaslan. Wieder ein Nackenschlag für den Aufsteiger, der immer noch auf den ersten Sieg in der Bezirksliga wartet. Aber bei Westfalia Osterwick lässt sich niemand hängen und der Trainer schon gar nicht. „Der Bock wackelt gewaltig“, versichert er. „Bald stoßen wir ihn um.“ Möglichst schon am Sonntag im Auswärtsspiel beim SC Reken.
Die nackte Bilanz ist frustrierend: acht Spiele, nur zwei Punkte, schon sieben Zähler Rückstand auf SF Merfeld und den rettenden Platz 13 – das haben sie sich ganz anders vorgestellt. Und doch ist Engin Yavuzaslan weit davon entfernt, sein Team abzuschreiben. „Wenn wir nicht mithalten könnten, wäre das etwas anderes“, erklärt er. „Aber wir stellen uns jeder Aufgabe wie echte Kerle.“ Am Ende bleibt aber eine Ergebniskrise: gegen Vorwärts Epe vor einer Woche verloren durch ein Tor in der 90. Minute, jetzt gegen RC Borken-Hoxfeld eine Niederlage durch einen Treffer in Minute 88. „Dabei hatte ich nicht einmal ansatzweise das Gefühl, wir könnten dieses Spiel verlieren“, schüttelt der Trainer den Kopf.
Dabei waren die Voraussetzungen vor der Partie gegen Borken-Hoxfeld nicht wirklich günstig. Pascal Leipelt verletzt, Davide Recker verhindert, Uli Wirtz gesperrt und Engin Yavuzaslan ebenso – mit Jens Frieling, Mike Graute, Michael Kleine-Ossendorf und Artjom Leis mischten gleich vier Spieler mit, die in der Woche zuvor noch in der Reserve aufgelaufen waren. „Ich kann den Jungs nichts vorwerfen“, betont der Trainer. „Alle reißen sich den Hintern auf.“ Umso bitterer sei es, schon wieder mit leeren Händen vom Platz zu gehen.
In einer Partie, in der Niklas Segbers von den Gästen nie zu stoppen war, hatte der Westfalia-Torjäger neben seinem Treffer zum verdienten 1:0 noch weitere gute Chancen auf dem Schlappen, scheiterte aber. Derweil ließen zwei Fehler das Spiel kippen. „Zwei Konzentrationsdinger, die unerklärlich sind“, bilanzierte Yavuzaslan. Wahrscheinlich hatte der Ball vor dem Ausgleich schon die Torauslinie überschritten, aber das hätte nicht zu dieser Unachtsamkeit führen dürfen. „Wir spielen nun einmal ohne Linienrichter“, so der Trainer. „Du darfst nicht diskutieren, wenn die Situation noch nicht vorbei ist.“ Dass dann noch dem bis dahin sehr guten Torwart Artjom Leis ein Lapsus passierte, der zum 1:2 führte, passte ins Bild.
Trotzdem ist sich Yavuzaslan sicher, dass der Negativlauf bald endet. Am Sonntag gab er an der Seitenlinie dermaßen Gas, dass nach 25 Minuten die Stimme schon in die Kategorie heiser bis krächzend rutschte. Diesen Dampf will er auch auf sein Personal übertragen, das charakterlich einwandfrei arbeitet. „Wir stemmen uns mit aller Macht dagegen!“ In Reken soll der Bock umfallen – denn Engin Yavuzaslan hat keinen Bock darauf, wieder nur Lob zu bekommen, aber keine Punkte. „Unverdient verloren“, schüttelt er den Kopf. „Das kann ich nicht mehr hören!“
Leipelt fällt aus
Eine weitere Untersuchung soll Aufschluss geben über die Verletzung, die sich Pascal Leipelt gegen Vorwärts Epe zugezogen hat. "Das Innenband im Knie ist auf jedem Fall beschädigt eventuell auch der Knorpel", sagt der Westfalia Offensivman. "Hoffentlich ist noch mehr kaputt." Denn in diesem lädierten rechten Knie hatte er bereits einen Totalschaden mit Kreuzbandriss.
Alles gegeben, nichts bekommen
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia verliert durch späte Tore mit 1:2
Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Nach dem Schlusspfiff streckte der tragische Held alle Viere von sich. Artjom Leis lag auf dem Rücken, ließ sich nur schwer wieder von Jens Frieling aufrichten. „Das gibt's doch gar nicht“, schüttelte der Westfalia-Torwart den Kopf angesichts dieser bitteren 88. Minute, als ihm ein Flankenball wie ein Stück Seife durch die Finger flutschte. Thomas Benning bedankte sich, köpfte zum 2:1 für den RC Borken-Hoxfeld ein und ließ die Osterwicker einmal mehr frustriert zurück.
Punkte statt Schulterklopfer
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia hofft gegen RC Borken-Hoxfeld auf den ersten Sieg
Allgemeine Zeitung Osterwick (fw). Blaue Flecken hat er. Weniger an den Schienbeinen, sondern eher auf den Schultern. „Das kommt von den vielen Schulterklopfern“, verweist Engin Yavuzaslan darauf, dass seine Osterwicker regelmäßig mit Lob überschüttet werden für ihre couragierten Auftritte. Leider ist das bisher aber zu selten mit Punkten belohnt worden – deshalb hoffen sie in Osterwick alle, dass morgen im Heimspiel gegen den RC Borken-Hoxfeld endlich der Knoten platzt.
Rückschlag in der Schlussminute
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia Osterwick kassiert eine bittere 2:3-Heimniederlage
Allgemeine Zeitung Osterwick (uh). Das war ein gebrauchter Freitag! Als Schiri Mustafar Kosar die Partie um 21.50 Uhr beendete, gingen die Köpfe runter. „Es ist sehr, sehr bitter, wenn du in der Schlussminute das entscheidende Gegentor kassierst“, klagte Engin Yavuzaslan, Spielertrainer von Westfalia Osterwick, nach der 2:3-Niederlage gegen Vorwärts Epe, „das Schlimmste am ganzen Abend ist jedoch das Ausscheiden von 'Passi' Ende der ersten Halbzeit. Das sah nicht gut aus.“
Pascal Leipelt, der wieselflinke Angreifer, hat sich erneut an seinem schon mal lädierten Knie verletzt. Da drohe möglicherweise ein längerer Ausfall, befürchtete der Westfalia-Coach.
Nach dem frühen Rückstand durch Richard Schopf (3. Minute) drückten die Hausherren vehement auf den Ausgleich, den Niklas Segbers (27. Minute) auch bald erzielte. In der Folge gab es weitere Möglichkeiten für Pascal Leipelt, der später das Feld verlassen musste, Engin Yavuzaslan und Uli Wirtz, die allerdings das gegnerische Gehäuse verfehlten. Wie aus dem Nichts gelang den Gästen durch Aleksandar Temelkov (54. Minute) das 2:1. Wieder war Niklas Segbers (74.) der Schütze zum 2:2.
In der letzten Minute fiel noch das 2:3 durch Aleksandar Temelkov (90.), der frei im Fünf-Meter-Raum zum Kopfball kam. „Jetzt ist die Truppe fix und fertig“, erklärte Yavuzaslan gleich nach dem Abpfiff, „aber das Leben geht weiter...“ 7 Westfalia Osterwick - Vorwärts Epe 2:3; Tore: 0:1 Richard Schopf (3.), 1:1 Niklas Segbers (27.), 1:2 Aleksandar Temelkov (54.), 2:2 Niklas Segbers (74.), 2:3 Aleksandar Temekov (90.)
Totgesagte leben länger
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Keine Spur von Müdigkeit bei Westfalia Osterwick / Heute Heimspiel gegen Epe
Allgemeine Zeitung Ulrich Hörnemann Osterwick. Neues Spiel, neues Glück! Die 1:4-Pleite gegen TSG Dülmen hat Engin Yavuzaslan mit seinem Personal noch mal haarklein analysiert. „Alle wissen Bescheid“, erzählt der Trainer von Westfalia Osterwick, „die Fehler wurden besprochen. Abgehakt!“ Er schaut nach vorn und nicht zurück.