Westfalia Osterwick fehlt die Präzision
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Unverdiente 1:3-Niederlage in Deuten / Klarste Chancen vergeben
Allgemeine Zeitung OSTERWICK (uh). Mit einer 1:3-Niederlage kehrte der Aufsteiger Westfalia Osterwick aus Deuten heim. „Aber das Ergebnis spiegelt nicht ansatzweise den Spielverlauf wieder", erklärte Trainer Engin Yavuzaslan, „ein großes Kompliment an meine Mannschaft, denn sie hat sich grandios präsentiert, wie die ganze Zeit. Fußball kann so ungerecht sein."
Die erste Hälfte sei nicht so toll gewesen. „Da waren wir zu passiv, sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, waren zu zurückhaltend und hatten im Spiel nach vorn jede Menge Ballverluste", so Yavuzaslan, „dennoch hatten wir drei glasklare Chancen." Doch fehlte ihnen die Präzision, während die Rot-Weißen in der 23. Minute durch Tobias Urban zum 1:0-Pausenstand trafen.
Breite Brust statt schlotternde Knie
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia zu Gast in Deuten
Allgemeine Zeitung Osterwick (fw). Schlottern könnten die Knie vor dem Duell beim Tabellenzweiten, nicht aber bei Engin Yavuzaslan. „Das ist der perfekte Zeitpunkt für ein Spiel gegen Rot-Weiß Deuten“, versichert er. „Jetzt können wir uns mit einem Spitzenteam messen.“ Das wirkt zwar wie David gegen Goliath, ist für den Spielertrainer von Westfalia Osterwick aber eine willkommene Herausforderung: „Wir fahren nicht mit Magenschmerzen nach Deuten, sondern mit breiter Brust.“
Das überzeugende 6:1 gegen den SC Reken vor einer Woche hat einmal mehr gezeigt, dass die Osterwicker in der Bezirksliga sehr wohl ein Wörtchen mitzureden haben. Ob das noch hilft im Kampf um den Klassenerhalt, muss sich zeigen – für neues Selbstvertrauen hat der Erfolg aber allemal gesorgt. Genau passend zur Aufgabe in Deuten, die Yavuzaslan als „sehr schwer“ bezeichnet. „In deren Reihen sind einige Spieler, die schon höherklassig gekickt haben, wie Tobias Urban.“ Der Gegner müsse angesichts der fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer TSG Dülmen unbedingt gewinnen.
Mit voller Kapelle kann die Westfalia nicht anreisen, denn Sebastian Graute und Davide Recker fallen sicher aus. Timo Mevenkamp, Benny Raabe und Florian Göbel sind angeschlagen. „Trotzdem haben wir schon gezeigt, dass wir auch gegen solche starken Gegner mithalten können“, versichert der Spielertrainer. Das Erfolgsrezept: „Wir müssen mutig nach vorne spielen, mit Leidenschaft und Laufbereitschaft.“
Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Sportanlage Dorsten-Deuten II, Weseler Straße 327 in Dorsten.
„Wunderbare Weltsprache verbindet“
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Osterwicker Fußballerinnen absolvieren Trainingseinheit mit Ervin Skela von Eintracht Frankfurt
Allgemeine Zeitung -mr- Osterwick. Ein bisschen nervös sind sie schon: die jungen Fußballerinnen von Westfalia Osterwick, als sie den ehemaligen albanischen Nationalspieler und erfolgreichen Bundesligaspieler Ervin Skela im heimischen Stadion begrüßen.
Skela ist direkt aus Frankfurt angereist, wo er bei der Eintracht unter Vertrag steht. Manuel Hiemenz von der Eintracht-Schule begleitet ihn. „Zugegeben – ich musste erstmal auf der Karte nachschauen, wo Osterwick liegt“, bekennt Manuel Hiemenz. Skela nimmt es locker: „Fußball ist Fußball, egal, wo er auf der Welt gespielt wird. Fußball verbindet uns.“ „Und ist natürlich eine wunderbare Weltsprache“, fügt Hiemenz hinzu.
Wiedergutmachung der besonderen Art
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia fegt SC Reken mit 6:1 vom Platz
Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Der Chef blieb konsequent auf dem Gaspedal. Keinen Gang wollte er runterschalten, auch nicht im seltenen Gefühl des sicheren Sieges. Tief saß der Stachel bei Engin Yavuzaslan nach dem 3:3 beim SC Reken in der Hinrunde inklusive roter Karte für ihn und Ausgleich in der 97. Minute. „Wir wollten heute ein Zeichen setzen“, erklärte er – und diesen Auftrag erfüllte sein Personal eindrucksvoll: Ein halbes Dutzend schenkte Westfalia Osterwick den Rekenern ein, feierte einen verdienten 6:1-Sieg.
Ob diese drei Punkte noch helfen im Kampf um den Klassenerhalt, das war für den Trainer erst einmal zweitrangig. „Die Tabellenkonstellation interessiert nicht“, versicherte er. „Wir wollten nach diesem unfassbar ungerechten Hinspiel eine Antwort geben.“ Die kam, nicht zaghaft, sondern mit allem Nachdruck. „Osterwick hat uns heute vorgemacht, wie Abstiegskampf geht“, musste SC-Trainer Asmir Sekic nach dem Abpfiff eingestehen. „Die Aggressivität hat den Ausschlag gegeben.“
Dabei spielte der Westfalia ein Blitzstart in die Karten. Acht Minuten waren gespielt, als Niklas Segbers Pascal Leipelt bediente, dessen Flanke Lukas Segbers zum 1:0 einnickte. Und acht Minuten später war der „Doktor“ zur Stelle: Eine Ecke von Timo Mevenkamp köpfte Daniel Richter mit voller Wucht zum 2:0 ins Netz.
Was danach passierte, schmeckte dem Spielertrainer nicht. „Plötzlich waren wir zu arrogant“, ärgerte sich Yavuzaslan. „Einige meinten wohl, mit der Führung im Rücken müssten sie weniger machen.“ Reken übernahm die Initiative, blieb aber ungefährlich – und kam in der 42. Minute durch ein Geschenk der Osterwicker zurück, als sich Daniel Richter an der Strafraumkante ein unnötiges Foul an Daniel Edeler leistete. Den fälligen Elfer verwandelte Matthias Pietrzak zum 2:1. „Zum Glück war das der Wacheffekt“, stellte Yavuzaslan fest, der ein Riesenkompliment an sein Trainerteam verteilte: „Sie haben mich in einer Personalentscheidung überzeugt.“ Und zum Glück nahm sich Pascal Leipelt in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Murmel, visierte aus 18 Metern die rechte Ecke an und traf zum 3:1.
3:1 führten die Osterwicker auch in der Hinrunde, diesmal aber ließen sie nichts mehr anbrennen. „Wir wollten sicher stehen und Nadelstiche setzen“, so der Trainer. Mit Erfolg: Daniel Richter blockte einen Ball, Niklas Segbers steckte auf Pascal Leipelt durch, das 4:1 (62.). Dann brachte Niklas Segbers den Ball stark in die Mitte, wo Leipelt für Jan Kröger abtropfen ließ – 5:1 (68.). Und in der 90. Minute legte Benjamin Raabe nach Vorarbeit von Tobias Paschert und Pascal Leipelt sogar das 6:1 nach. Nach den Umständen der Vorrunde und seiner wochenlangen Sperre eine besondere Genugtuung für Engin Yavuzaslan, daran ließ er keinen Zweifel: „Schön, dass der Fußballgott uns dieses Rückspiel gegeben hat.“ 7 Westfalia Osterwick – SC Reken 6:1; Tore: 1:0 Lukas Segbers (8.), 2:0 Daniel Richter (16.), 2:1 Matthias Pietrzak (42., FE), 3:1 und 4:1 Pascal Leipelt (45.+1, 62.), 5:1 Jan Kröger (68.), 6:1 Benjamin Raabe (90.).
Endspiel um die letzte Chance
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Bezirksliga: Westfalia gegen SC Reken
Osterwick (fw). Um den Ernst der Lage weiß Engin Yavuzaslan genau. „Wir sind ja keine Träumer“, sagt der Spielertrainer von Westfalia Osterwick mit Blick auf die Tabelle. „Wenn wir dieses Spiel verlieren, können wir den Deckel draufmachen.“ Im Duell Letzter gegen Vorletzter geht es für die Westfalia am Sonntag, darum, die Minimalchance auf den Klassenerhalt zu wahren. „Nach dieser Partie wissen wir, ob noch etwas geht.“