Westfalia bewegt das ganze Dorf
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Breitensportabteilung feiert 50-jähriges Bestehen / Agnes Gentes seit der ersten Stunde dabei
Allgemeine Zeitung Osterwick. Während die Herren der Schöpfung in kurzen Hosen über das Feld jagten, blickten die Damen in die Röhre. „Feldhandball gab es mal zwischenzeitlich“, erinnert sich Agnes Gentes. „Ansonsten hatten wir keine Sportmöglichkeiten.“ Nicht zuletzt, weil ein Dach über dem Kopf fehlte. Das änderte sich 1966 mit einer Einweihung der Grundschulturnhalle in Osterwick – zugleich die Geburtsstunde der Westfalia-Breitensportabteilung, die ihr 50-jähriges Jubiläum feiert.
Agnes Gentes ist seit der ersten Stunde dabei. Dabei starteten die ersten Gruppen im Jahr 1966 unter Federführung der KAB, denn Heinz Langer und Hermann Bußmann gründeten in diesem Verband die Abteilung Breitensport, die ein Jahr später durch Vermittlung von Hugo Fedders vom Kreissportbund Coesfeld dem Sportverein Westfalia beitrat. „Zum Glück standen durch die BSG schon zwei Übungsleiterinnen zur Verfügung“, erzählt Agnes Gentes, die zur Vorsitzenden der Sportgruppen gewählt wurde. Felizitas Ketteler und Anneliese Langer brachten im Gründungsjahr rund 50 Frauen in Bewegung.
Das Angebot vergrößerte sich, zudem absolvierten mit Renate Hambrügge, Ingrid Nadirk, Liesel Pier und Gretl Kappel 1969 vier weitere Damen die Ausbildung zur Übungsleiterin. Anni Klar und Agnes Gentes folgten 1972. Verstärkung gab es später durch Rita Gauselmann, Klaudia Müller und Yvonne Clasvogt. Mit der Fertigstellung der Zweifachhalle und des Kraftraumes 1989 ergaben sich weitere Möglichkeiten: Anni Klar und Agnes Gentes halfen dem Tischtennis und Volleyball beim Aufbau der Gruppen, Willi Isfort baute den Bereich Badminton aus. „Volleyball ist irgendwann eingeschlafen“, bedauert die Osterwickerin. „Aber Badminton, Basketball und Tischtennis sind heute eigene starke Abteilungen.“
Die Entwicklung geht immer weiter. Seit 2014 verstärken die beiden neuen Übungsleiterinnen Katja Waschenski und Monique Meisel den Verein bei der Vergrößerung des Sportangebotes, das zurzeit 66 Stunden in der Woche beinhaltet.
Heute ist Agnes Gentes, die viele Jahre lang auch als zweite Westfalia-Vorsitzende fungierte, immer noch die Abteilungsleiterin Breitensport – Angebot und Resonanz sind im Laufe der fünf Jahrzehnte gehörig gewachsen. Mit 50 Frauen begann alles, aktuell sind 350 Erwachsene, 180 Kinder und 25 Senioren in den verschiedenen Gruppen in Turnhalle, Schwimmhalle, Kraftraum und Marienheim aktiv. Hinzu kommen rund 15 Kinder und 90 Erwachsene in den Kursangeboten. Dabei gilt: Augen auf und den Trend nicht verpassen! Gymnastik und Wassergymnastik hat all die Jahre überdauert, es gibt aber auch immer wieder neue Angebote wie Step-Aerobic oder Zumba. „Es muss aber bezahlbar bleiben“, weiß Agnes Gentes, dass solche Kurse nur mit geeigneten Übungsleitern möglich sind.
Sie selbst weiß genau, wovon sie spricht. „Ich habe alle Angebote selbst ausprobiert“, lächelt Agnes Gentes, die in 50 Jahren eine nicht greifbare Zeit für den Breitensport in Osterwick geopfert hat. „Mein Mann und meine beiden Kinder standen immer hinter mir“, weiß sie, dass der Einsatz ohne die Rückendeckung der Familie nicht möglich gewesen wäre. Noch heute leitet sie zwölf Stunden in der Woche – „offiziell. Tatsächlich komme ich damit nicht aus.“ 7 Die Breitensportabteilung feiert ihr Jubiläum am Samstag (10. 9.) ab 11 Uhr mit den Mitgliedern und geladenen Gästen. | Sonderveröffentlichung am Freitag
Vorbericht zum Auswärtsspiel der Ersten gegen SuS Hochmoor
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
GEGNER: SuS Hochmoor
ANSTOSS: Sonntag, 15 Uhr, Hochmoor, Sportplatz, Landsbergstr. 45
ZUM SPIEL: Engin Yavuzaslan hat seine Kadetten in dieser Woche vorgewarnt. „Das ist ein gefährliches Spiel beim Tabellenletzten", kündigt der Trainer von Westfalia Osterwick an, „ich habe SuS Hochmoor einmal gesehen. Das ist eine kompakte Mannschaft, die wir bestimmt nicht unterschätzen werden. Ja, wir dürfen nicht ansatzweise so arrogant und frech sein und glauben, dass wir den Dreier leicht und löcker einsacken." Er verlangt „absolute Leidenschaft von der ersten bis zur 90. Minute" und verweist auf die Offensive der Hausherren. „Sie spielen pfeilschnell über die Außen nach vorn und haben mit Florian Richters sehr viel Qualität im Angriff." Engin Yavuzaslan erwartet „einen galligen Gegner", der alles geben wird. „Aber wir wollen den dritten Sieg in Serie einfahren", redet er Klartext, „Hochmoor wird sicherlich noch punkten. Damit müssen sie allerdings nicht gerade gegen uns anfangen."
SuS Hochmoor
ZUM SPIEL: Die Niederlage bei Turo Darfeld müsse seine Mannschaft erst noch verdauen, erzählt Frank Averesch, auch wenn die Darfelder verdient gewonnen hätten. „Jetzt am Sonntag haben wir nichts zu verlieren, denn wir spielen gegen Westfalia Osterwick, die stärkste Truppe in der Kreisliga A, mit Holtwick und Billerbeck." Gegen den Spitzenreiter müsse man die Punkte nicht unbedingt holen. „Andererseits haben wir auch nichts zu verschenken, wir sind ein bisschen in Zugzwang", bemerkt der Trainer vom Aufsteiger SuS Hochmoor, „wir sind lediglich krasser Außenseiter." Die Osterwicker hätten einen starken Kader mit sehr guten Einzelspielern. Averesch verspricht, dass sie sich das geeignete Konzept ausdenken wollen, um ordentlich auszusehen. Allzu offensiv werden seine Kadetten nicht agieren. „Wir setzen aber auf Konter", erklärt der SuS-Coach, der um drei Leistungsträger bangt. Andreas Kersten, der Abwehrchef, Dennis Rensing und Kai Moschner könnten ausfallen. Sonst sind alle da.
Torfabrik nimmt keine Auszeit
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Allgemeine Zeitung OSTERWICK. Die Torfabrik gönnt sich auch bei Hitzetemperaturen keine Auszeit. In Dülmen produzierten die Osterwicker fünf Treffer, im Heimspiel gegen Brukteria Romp sogar ein Törchen mehr. „Auftrag erfüllt. Aufgabe clever gelöst", erstattete Vorarbeiter Engin Yavuzaslan Bericht, „wir wollten das Spiel bestimmen, den Gegner dominieren und hohes Tempo gehen. Das hat prima funktioniert." Er selbst besorgte die Führung und meinte ganz trocken: „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Körnchen." Die Gäste seien noch glimpflich davongekommen, verkündete Yavuzaslan weiter, „zum Schluss haben wir zwei Gänge zurückgeschaltet". Momentan mache die Arbeit allen Beteiligten riesigen Spaß. „Die Mannschaft hat eine enorme Klasse", lobte er seine Schützlinge, „sie betreibt einen hohen Aufwand und wird dafür belohnt." Das größte Kompliment machte er jedoch dem Unparteiischen Gordon Hoff: „Seine Ausstrahlung, seine Persönlichkeit, seine Präsenz auf dem Platz waren la bonheur! Warum er in der Kreisliga A pfeift und nicht höherklassig, wundert mich schon."
Westfalia Osterwick Brukteria Rorup 6:0; Tore: 1:0 Engin Yavuzaslan (14.), 2:0 Daniel Richter (27.), 3:0 Pascal Leipelt (41.), 4:0 Timo Mevenkamp (45.), 5:0 Pascal Leipelt (63.), 6:0 Timo Mevenkamp (86.)
Vorbericht zum Heimspiel der Ersten gegen Brukteria Rorup
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
GEGNER: Brukteria Rorup
ANSTOSS: Sonntag, 15 Uhr, Osterwick, Westfalia-Stadion
ZUM SPIEL: Rechenspiele erübrigen sich. „Wenn wir daheim spielen, in unserm Wohnzimmer, dann müssen wir gewinnen. Auf eigenem Platz wollen wir jedesmal einen Dreier holen", verkündet Engin Yavuzaslan die Zielsetzung, „es kann ja nicht sein, dass sich der Gegner in unserm Stadion heimisch fühlt." Na klar kennt der Osterwicker Trainer den Gast Brukteria Rorup: „Eine robuste Mannschaft! Mein Kollege hat seine Jungs im Griff, sie marschieren gut."
Er stellt sich auf ein Kampfspiel ein. Benny Raabe wird fehlen und Keeper Jan-Simon Wilmer auch. Beide sind in Urlaubslaune.
ZITAT
„So schnell kann's gehen: 'Janni' hat im ersten Spiel nach seiner langen Verletzungspause direkt ein Gegentor kassiert - und schon ist er raus. Ich hab' ihn gleich in den Urlaub geschickt”
- Engin Yavuzaslan, Trainer beim A-Kreisligisten Westfalia Osterwick, begründet auf lustige Art und Weise das Fehlen von Keeper Jan-Simon Wilmer, der im sonnigen Süden weilt
Westfalia Osterwick setzt ein Zeichen
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Allgemeine Zeitung OSTERWICK. Der Chef höchstpersönlich hat sein Siegerteam schnell wieder geerdet. „Männer", sagte Engin Yavuzaslan noch in in der Kabine gleich nach dem 5:1-Sieg in Dülmen, „noch ist nicht alles Gold, was glänzt." Auch wenn der Ex-Bezirksligist Westfalia Osterwick weit deutlicher hätte gewinnen können, wie Yavuzaslan bemerkte, habe ihm nicht alles gefallen. Mit einer 2:0-Führung nach einem Treffer von Benjamin Raabe und einem Eigentor von Dennis Bresser waren die favorisierten Gäste in die Kabine gestiefelt.
„Aber nach der Pause sind wir anfangs nicht mehr in die Partie gekommen", kritisierte der Trainer seine Kadetten, „da war der Gegner aggressiver und galliger." Nachdem Dennis Bresser auf 1:2 verkürzt hatte, drängten die Hausherren auf den Ausgleich. Engin Yavuzaslan reagierte und nahm einige taktische Änderungen vor. Das reichte für einen 5:1-Erfolg dank drei Einschüssen von Banjamin Raabe, Timo Mevenkamp und Pascal Leipelt. „Wir wollten gleich ein Zeichen setzen", meinte Yavuszaslan gut gelaunt, „das ist uns mit diesem Ergebnis auch gelungen."
DJK Dülmen - Westfalia Osterwick 1:5; Tore: 0:1 Benjamin Raabe (9.), 0:2 Daniel Möller (21., ET), 1:2 Dennis Bresser (53.), 1:3 Benjamin Raabe (66.), 1:4 Timo Mevenkamp (78.), 1:5 Pascal Leipelt ( 83.)