Vom Rohdiamant zum Schmuckstück
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Mit vielen jungen Wilden und einigen Häuptlingen will Engin Yavuzaslan in der Spitzengruppe der Kreisliga A mitmischen
Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Lamentieren ist nicht sein Ding. Dabei hätte er allen Grund dazu: erst Niklas Segbers weg, jetzt auch noch Pascal Leipelt. Zwei Top-Torjäger, die jahrelang im Westfalia-Trikot Angst und Schrecken verbreitet haben. „Uns ist eine Riesenqualität verloren gegangen, aber wir brauchen nicht trauern und nach Ausreden suchen.“ Engin Yavuzaslan packt es an. Er setzt auf seine jungen Wilden – auf seine „Rohdiamanten“, die er schleifen und formen will, damit sie für Westfalia Osterwick zu echten Schmuckstücken werden.
Über die Eigengewächse freut er sich riesig, aber allein mit ihnen funktioniert es nicht. Es ist das Prinzip der Indianer und Häuptlinge, das der Trainer gerne bemüht: „Wir brauchen auch die Leute, bei denen ich die Messlatte höher legen kann.“ Einen Timo Mevenkamp oder Tobias Paschert zum Beispiel, auch einen Tobias Lanfers oder Benny Raabe. Gestandene Kicker, die den Youngsters den Weg weisen. „Die jungen Wilden laufen im Spiel 15 Kilometer“, lächelt Yavuzaslan. „Aber davon sind vielleicht 14 Kilometer verkehrt.“
"Wir wollen oben mitmischen. Aber die Konkurrenz ist sehr groß, allen voran VfL Billerbeck, SG Coesfeld 06 und SW Holtwick."
Engin Yavuzaslan
Aktion „Jugend trifft“
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Engin Yavuzaslan ist stolz auf seine Youngster – und auf seine Häuptlinge
Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Die jungen Wilden in der Abteilung Attacke wirbelten den Gegner in der zweiten Halbzeit in Grund und Boden. Bartlomiej Kijas, gerade 19 Jahren jung, markierte das 2:1. Luis Lammers, ebenfalls erst 19, legte das 3:1 nach. Nur Jan Kröger, der den zwischenzeitlichen Ausgleich markiert hatte, machte den Schnitt kaputt – er ist schon 20. Die Aktion „Jugend trifft“ verhalf Westfalia Osterwick zum 3:1-Sieg im Pokal gegen Eintracht Ahaus. Entsprechend stolz war Engin Yavuzaslan auf seine Youngster: „Beim nächsten Training bekommen sie zur Belohnung ein Kinder-Überraschungsei . . .“
Der Trainer schweigt und genießt
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Westfalia siegt nach deutlicher Steigerung 3:1 gegen Eintracht Ahaus und steht im Achtelfinale
Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Als Leisetreter ist Engin Yavuzaslan nicht bekannt, diesmal aber war er nicht zu hören. Restlos entspannt saß er am Seitenrand auf der Bank und verfolgte das Geschehen – was ihn an einen Filmklassiker erinnerte. „Ich habe bestimmt schon acht Mal mit meiner Frau Dirty Dancing gesehen“, grinste der Westfalia-Spielertrainer. „Da darf ich immer schweigen und genießen.“ Und so fühlte sich gestern auch die zweite Halbzeit an, als die Osterwicker die Partie gegen Eintracht Ahaus noch umbogen und 3:1 gewannen – ein Genuss.
Julian Medding rettet den Sieg
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Gehaltener Elfer in der 90. Minute beschert der DJK-VBRS das 4:3 gegen Westfalia Osterwick
Allgemeine Zeitung -fw- Coesfeld. Acht Tore waren vor fünf Tagen zwischen diesen beiden Teams gefallen – am Freitagabend hingegen „nur“ sieben. Nummer acht verhinderte Julian Medding in der 90. Minute: Der Keeper der DJK Coesfeld-VBRS hielt einen Handelfmeter von Timo Mevenkamp und rettete seiner Mannschaft den 4:3-Sieg gegen Westfalia Osterwick. Eine Niederlage, mit der Engin Yavuzaslan aber besser umgehen konnte als mit dem Sieg gegen Turo Darfeld (1:0) am Abend zuvor. „Das war eine ganz andere Einstellung“, lobte der Westfalia-Trainer sein Personal. „Diese Antwort wollte ich sehen.“
Wenig Gefahr vor den Toren
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- Geschrieben von: Ingo Röschenkemper
Fußball: Westfalia müht sich zum 1:0
Allgemeine Zeitung COESFELD/ROSENDAHL (fw). Der Trainer, der mit seiner dicken Schiene am Knie das Geschehen nur von draußen verfolgen durfte, nahm kein Blatt vor den Mund. „Das war Ideen- und planlos", schüttelte Engin Yavuzaslan den Kopf. Selbst das reine Ergebnis, der 1:0-Sieg im Seifer-Cup gegen den Nachbarn Turo Darfeld, konnte den Westfalia-Trainer kaum trösten: „Ich habe heute viele Indianer, aber keine Häuptlinge gesehen."
Das Tor des Tages fiel schon in der 14. Minute, als Turo-Torwart Dirk Bialowons einen Schuss von Florian Richters zwar mit dem Fuß abwehrte, Jan Kröger den Abpraller aber zum 1:0 versenkte. Danach passierte wenig bis gar nichts, weil die Darfelder viel zu selten in der Lage waren, wirklich Druck auszuüben. „Vielen fehlt noch die Fitness", stellte Markus Lindner fest. „Dadurch fehlt uns besonders vorne die Durchschlagskraft." Weil die Westfalia, die den ersten Durchgang noch klar dominiert hatte, nach der Pause aber auch nicht mehr in die Gänge kam, entwickelte sich eine wenig ansehnliche Partie. „Grundsätzlich war es in der zweiten Halbzeit okay, aber offensiv haben wir nicht viel kreiert", so Lindner. Engin Yavuzaslan bemängelte derweil das geforderte Pressing seines Teams mit deutlichen Worten: „Das hat meine Frau bei der Geburt meiner Tochter viel besser gemacht ..."
Westfalia Osterwick Turo Darfeld 1:0; Tor: 1:0 Jan Kröger (14.).