Bezirksliga: Rosendahler Derby zwischen Westfalia Osterwick und SW Holtwick
Allgemeine Zeitung Von Frank Wittenberg ROSENDAHL. Kein besonderes Prickeln zu verspüren, wäre nicht normal. „Wenn ich behaupten würde, dieses Spiel sei nichts Besonderes, würde mich doch in Osterwick keiner mehr ernst nehmen", weiß Carsten Schlamann um diese paar Prozent Extra-Brisanz. Westfalia Osterwick gegen SW Holtwick, gewiss kein Bezirksliga-Spiel wie jedes andere. Und doch geht es für beide Kontrahenten morgen vor allem darum, Punkte für das Klassenziel einzusammeln. „An der Einstellung wird es bei den Jungs nicht scheitern", zeigt sich SW-Trainer Marcus Feldkamp überzeugt. „Aber die ist ihnen ja nie abzusprechen."
„Klar ist der Gegner mehr Thema als sonst. Aber es geht um Vorfreude und viele Zuschauer."
Carsten Schlamann (Westfalia Osterwick)
In der Tabelle liegen deutlich mehr Plätze zwischen den Ortsrivalen als Kilometer zwischen den Sportanlagen. Dennoch will Feldkamp nicht einfach auf eine Aufgabe beim Schlusslicht blicken. „In einem Spiel ist immer viel möglich", weiß er genau, dass seine Holtwicker wie immer alles abrufen müssen, um erfolgreich zu sein. „Wir schauen aber vor allem auf unsere Leistung, die muss in Ordnung sein." So wie sie es vor einer Woche beim 1:1 gegen den ASC Schöppingen gewesen sei und an der es auch in den Wochen zuvor selten zu mäkeln gegeben habe - auch wenn die Schwarz-Weißen seit mittlerweile sieben Spielen auf einen Bezirksliga-Sieg warten.
Das darf gerne so bleiben, findet Carsten Schlamann. Der rechnet mit anderen Voraussetzungen als vor einer Woche beim 1:5 gegen Titelanwärter SuS Stadtlohn, weiß aber dennoch um die große Qualität des Nachbarn. „Sie haben mit Marcus Feldkamp einen sehr guten Trainer", betont er. „Das zeigt sich in einem klaren Plan. Platz sieben ist kein Zufallsprodukt." Aber auch kein Ruhekissen in einer verrückten Liga, in der wohl alle Teams ab Platz sechs noch den Blick auf die vier Abstiegsplätze richten sollten.
„Wir spielen am Sonntag nicht einfach gegen den Tabellenletzten, sondern gegen Westfalia Osterwick."
Marcus Feldkamp (SW Holtwick)
Ob sich die Westfalia da unten noch befreien kann? Unabhängig von der Platzierung steht für Carsten Schlamann und Timo Grabowsky im Vordergrund, die eigene Linie weiterzuverfolgen. Dazu werden sie kompakt auftreten müssen, „aber auch schnell und gradlinig spielen", fordert Schlamann. „Wir müssen auch mutig sein." Trotz der vielen Ausfälle, denn Timon Schüer (Schulter), Luca Thiäner (Muskelverletzung) und Jannis Krella (Achillessehnenprobleme) werden ebenso wie Johannes Mussinghoff nicht dabei sein. Lars Knipper ist angeschlagen, Lasse Wilkes war während der Woche krank. „Leider sind wir von einer möglichen Wunschelf weit entfernt", bedauert der Westfalia-Trainer. Besser sieht es beim Ortsrivalen aus. „Mario Thentie kommt nach seiner Sperre zurück, Otis Stähler ist ebenfalls wieder dabei", freut sich Marcus Feldkamp. Lediglich bei Jan-Philipp Fleige ist noch fraglich, ob er beim Unternehmen Derby-Auswärtssieg mitmischen kann.
| Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Westfalia-Stadion (Kunstrasen) in Osterwick.