Viel Gefühl im Fuß, aber am Ende ohne Erfolg: Timo Grabowsky (rechts), bedrängt von Robin Wihan, fand zu selten Abnehmer für seine Pässe. Foto: Fotos: fw
Viel Gefühl im Fuß, aber am Ende ohne Erfolg: Timo Grabowsky (rechts), bedrängt von Robin Wihan, fand zu selten Abnehmer für seine Pässe. Foto: Fotos: fw

Bezirksliga: Westfalia kassiert 0:2-Heimniederlage gegen SF Merfeld

Allgemeine Zeitung Osterwick Von Frank Wittenberg Dem Schnapper schwante Böses. „Wir kassieren gleich einen, das ist der Klassiker“, schüttelte Domini Brocks, Schlussmann der Sportfreunde Merfeld, den Kopf und bemühte eines der ungeschriebenen Fußballgesetze. „So viele Dinger, wie wir hier vergeben!“ Tatsächlich hielten seine Vorderleute die Gastgeber von Westfalia Osterwick lange und großzügig im Spiel – aber das rächte sich an diesem Nachmittag nicht. „Wir hätten noch ewig spielen können“, machte Mario Worms deutlich, dass sein Team meilenweit von der Normalform entfernt war. Folglich war die 0:2-Heimniederlage des Aufsteigers verdient.

Warum sie einfach nicht in die Gänge kamen, das konnte sich der Spielertrainer so kurz nach dem Abpfiff nicht erklären. „Von A bis Z war das heute schlecht“, ging er mit der gesamten Mannschaft inklusive sich selbst hart ins Gericht. Zu wenig Bewegung, keine Dynamik, folglich leichtes Spiel für die Merfelder, die ihrerseits gewiss nicht die Sterne vom Himmel spielten. Dass Timo Mevenkamp nach zehn Minuten im Kopfballduell mit Marc Perick zusammenprallte und mit einer Platzwunde ins Krankenhaus musste, kam noch erschwerend hinzu.

So blieben Torchancen in der ersten Halbzeit eine Seltenheit, aber wenn es gefährlich wurde, dann in der Regel vor dem Osterwicker Kasten. So wie in der fünften Minute der Nachspielzeit, als Marc Perick von Tom Gerdemann steil geschickt wurde. Torwart Dominik Chmieleck, der wenige Minuten zuvor schon weit vor seinem Kasten vor Tim Göckener gerettet hatte, kam diesmal einen Tick zu spät, traf nicht den Ball, wohl aber den Fuß Pericks – Gelb für den Keeper und Elfmeter für die Gäste, den Fabian Autermann flach zum 0:1 versenkte. „Kein Vorwurf an Dominik“, nahm Mario Worms den Verursacher in Schutz. „Er soll so offensiv mitspielen, dann kann das mal passieren.“

Beinahe hätte Simon Werschmöller den Rückstand noch vor der Pause ausgebügelt, aber nach Pass vom Timo Grabowsky schoss er aus guter Position drüber (45. +7). Das blieb für längere Zeit die einzige Möglichkeit der Westfalia, die sich im zweiten Durchgang in mehreren Situationen bei Dominik Chmieleck bedanken durften oder davon profitieren, dass die Merfelder allzu großzügig mit ihren hervorragenden Konterchancen umgingen. „Der Gegner hat uns ja nicht fußballerisch auseinandergenommen“, stellte Mario Worms fest. Aber die wenigen Mittel reichten an diesem Tag, weil Florian Richters den Ball nach Querpass von Lars Knipper aus 13 Metern in die Wolken drosch.

Die Entscheidung fiel in der 79. Minute im Anschluss an eine Ecke, als Marc Perick unbehelligt zum 0:2 einschieben durfte. Die Gastgeber kassierten somit die zweite Heimniederlage in Folge – aber was den Trainer noch mehr wurmte, war die Art und Weise: „Das war mit Abstand das schlechteste Spiel, seitdem ich in Osterwick bin.“

| Westfalia Osterwick – SF Merfeld 0:2; Tore: 0:1 Fabian Autermann (45. + 5, FE), 0:2 Marc Perick (79.).

Selten setzte sich die Westfalia-Offensive gegen die Gäste durch - zieht Niklas Boll an Jan Espeter vorbei.
Selten setzte sich die Westfalia-Offensive gegen die Gäste durch - zieht Niklas Boll an Jan Espeter vorbei.