Dr. Moses Dimoh, Arzt und Allgemeiner Chirurg aus Coesfeld (linkes Foto, rechts),

Allgemeine Zeitung In Freetown, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Sierra Leone, wird künftig in Trikots von Westfalia Osterwick gekickt: Dr. Moses Dimoh, Arzt und Allgemeiner Chirurg aus Coesfeld (linkes Foto, rechts), hat vor seinem Besuch vor Ort einen Container zusammengestellt und dafür unter anderem drei vollständige und gut erhaltene Trikotsätze von der Westfalia erhalten - die wurden in Osterwick nicht mehr verwendet, weil die Fußballer der A- bis C-Jugend mit Turo Darfeld in einer Spielgemeinschaft kicken und mit entsprechenden JSG-Garnituren ausgestattet wurden. Auch einige neue Bälle sind mit auf die Reise nach Sierra Leone gegangen, wo es gerade für Nachwuchsfußballer immer schwierig ist, an geeignetes Material zu kommen. Entsprechend groß war die Freude bei der Übergabe durch Dr. Dimoh.

Auch einige neue Bälle sind mit auf die Reise nach Sierra Leone gegangen, wo es gerade für Nachwuchsfußballer immer schwierig ist, an geeignetes Material zu kommen. Entsprechend groß war die Freude bei der Übergabe durch Dr. Dimoh.

Allgemeine Zeitung OSTERWICK. Die Startphase war eher verhalten. „Nur schleppend sind wir ins Spiel gekommen“, berichtete Engin Yavuzaslan, der seinen letzten Auftritt als Spielertrainer von Westfalia Osterwick absolvierte, „doch dann gab es ein paar aggressiv geführte Zweikämpfe, da haben wir dann einen Gang zugelegt.“ Auf einmal war Tempo in den Aktionen der Gäste. Florian Richters sorgte erst für den 1:0-Pausen und dann mit einem lupenreinen Hattrick für einen 4:0-Vorsprung.

„Die Tore haben wir ganz hervorragend herausgespielt“, freute sich Yavuzaslan, „der ‘Flo’ hat natürlich eine Super-Leistung zeigt.“ Richters war von seinen Gegenspielern nie zu packen und war der Matchwinner in dieser Partie, die auf dem kleinen Nottulner Kunstrasen ausgetragen wurde. Den letzten Treffer besorgte Jan Kröger zum 5:2-Erfolg..

| Grün-Weiß Nottuln II - Westfalia Osterwick 2:5; Tore: Florian Richters 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 (30., 56., 60., 62.), 1:4 Linus Sonneborn (69.), 2:4 Florian Feitscher (72.), 2:5 Jan Kröger (79.)

GEGNER: GW Nottuln II

ANSTOSS: Sonntag, 13 Uhr, Nottuln, Kunstrasen

ZUM SPIEL: Drei Jahre sind rum. „Westfalia Osterwick war meine erste Trainerstation", erzählt Engin Yavuzaslan vorm Auswärtsspiel in Nottuln, „die schöne Zeit geht jetzt zu Ende. Aufregende Momente habe ich mit meinen Jungs erlebt, wir sind durch Höhen und Tiefen gegangen. Auf die letzten 90 Minuten mit ihnen freu' ich mich, und ich glaube, dass ich ihnen was geben konnte." Schon beim Seifer-Cup der SG Coesfeld 06 in der Vorbereitungsphase wird es ein Wiedersehen geben. „Ich habe viel gelernt in Osterwick und den Verein in mein Herz geschlossen", dankt er den Verantwortlichen ein letztes Mal, „ich hoffe, dass mein Nachfolger die Motivation hoch halten wird."

Allgemeine Zeitung OSTERWICK/DARUP. Es war ein 2:1-Arbeitssieg ohne Glanz und Gloria. „Die Daruper haben uns viel abverlangt und die Räume verdammt eng ge- ' macht", sagte Engin Yavuzaslan, Spielertrainer von Westfalia Osterwick, und lobte vor allem Florian Richters, den Zehner im Westfalia-Team, „der 'Flo' hat das Spiel seines Lebens gezeigt." Er war die Lebensversicherung der Hausherren und sorgte mit zwei Toren in der 39. und 73. Minute für den Dreier. Kurz vor der Pause hatte Jan Ahlers aus dem Gewühl heraus für die Borussen den 1:1-Ausgleich besorgt. „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment erteilen", betonte Coach Micky Gravermann, „sie hat eine gute Leistung abgeliefert und ist leider nicht belohnt worden für ihren Einsatz. Schade." Auch im zweiten Durchgang hielten die Gäste prima mit. Dennoch blieb ihnen ein Punktgewinn verwehrt, weil der Tabellenzweite einen Florian Richters in seinen Reihen hatte. „Die Luft ist einfach raus", stellte Yavuzaslan fest, „bloß gut, dass auf 'Flo' Verlass war. Ohne ihn hätten wir heute alt ausgesehen." Richters hat ihnen in der Tat den Pfingstmontag gerettet mit seinen beiden Treffern.

| Westfalia Osterwick Borussia Darup 2:l; Tore: l:0 Florian Richters (39.), 1:1 Jan Ahlers (43.), 2:1 Florian Richters (73.)

GEGNER: Borussia Darup

ANSTOSS: Montag, 15 Uhr, Osterwick, Westfalia-Stadion, Rasen

ZUM SPIEL: Von der Meisterschaft haben sich die Osterwicker verabschiedet. „Billerbeck spielt eine geile und vor allem konstante Saison", lobt Engin Yavuzaslan den Rivalen, der bei einem Sieg in Darfeld den Titel perfekt machen würde, „wir schauen nicht nach Darfeld. Im letzten Heimspiel wollen wir uns vernünftig von unsern Fans verabschieden." Die Mannschaft wird extra ein 30-Liter-Fass (Pils, keine Fanta) spendieren, um nach dem Schlusspfiff mit den Zuschauern die Saison ausklingen zu lassen. „Die Billerbecker sind durch, das lassen sie sich nicht mehr nehmen", sagt der scheidende Westfalia-Trainer, „sicherlich können die Darfelder die Billerbeckrt schlagen, doch kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass am letzten Spieltag Hausdülmen in Billerbeck gewinnt." Seiner Mannschaft bleibt deshalb nur der zweite Platz. „Mit der Punktausbeute vom Vorjahr wären wir diesmal Meister geworden", erklärt er, „egal! Wir werden versuchen, unsere Bilanz noch weiter aufzupolieren."

Vorbericht Borussia Darup

GEGNER: Westfalia Osterwick

ANSTOSS: Montag, 15 Uhr, Osterwick, Westfalia-Stadion, Rasen

ZUM SPIEL: Micky Gravermann macht sich nichts vor. „Wir sind nur krasser Außenseiter", sagt der Trainer von Borussia Darup, „Westfalia Osterwick ist haushoher Favorit." Ein Blick aufs Tabellenbild gibt ihm Recht. Osterwick ist Zeiter mit 64 Punkten, Darup Zehnter mit 33. Riesengroß ist der Unterschied, doch die Gäste werden dieses Spiel nicht ohne Gegenwehr ab-schenken. Gravermann weiß auch, wie er die Hausherren ärgern will: „Defensiv gut stehen und vorn die wenigen Chancen, die wir kriegen, eiskalt verwerten." Mit der Torausbeute am vergangenen Sonntag gegen Grün-Weiß Hausdülmen war es allerdings nicht so toll. „Wir hatten viel Ballbesitz, waren vorn aber nicht durchschlagskräftig", erinnert sich Gravermann an die l:2-Heimniederlage, „das muss am Pfingstmontag deutlich besser werden." Schon in der Hinserie, damals daheim auf Asche, haben die Borussen verloren. O-Ton Gravermann: „Das war eine klare Geschichte." Der Kader wird aufgefüllt durch den Offensivakteur Marcel Vormann, der nach wochenlanger Pause sein Comeback feiert.

Kein Vorwurf an Vorwärts Lette: David Vennemann (rechts) und seine Kollegen hängten sich voll rein, aber gegen die Westfalia um Tobias Lanfers war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Foto: fw

Kreisliga A: Westfalia gewinnt 6:0 in Lette

Allgemeine Zeitung von Frank Wittenberg LETTE/OSTERWICK. Sie schlossen die Räume, wo es nur eben ging. Nein, ein schlechtes Spiel haben die Letteraner sicher nicht abgeliefert an diesem Nachmittag hatten sie nur das Problem, mit Westfalia Osterwick auf einen Gegner zu treffen, der jede noch so kleine Lücke sah und eiskalt nutzte. Nach 90 Minuten und einem halben Dutzend Tore hatte Engin Yavuzaslan folglich wenig zu kritisieren. „Die Jungs sind die ekligen Meter gegangen", lächelte der Westfalia-Spielertrainer. „Das hat uns die Räume gegeben."

Treffen und auf Ausrutscher des VfL Billerbeck hoffen: Luis Lammers, Offensivmann bei Westfalia Osterwick. Foto: Frank Wittenberg

Kein Punktverlust mehr erlaubt

Allgemeine Zeitung LETTE/OSTERWICK (fw). An die Nullnummer im Hinspiel denkt er mit Schaudern zurück. „Danach brauchte jeder meiner Spieler einen Physio, weil wir so viele Torschüsse abgefeuert haben", schüttelt Engin Yavuzaslan den Kopf. Nur: Keiner fand ins Ziel - „und wir hätten noch drei Tage weiterspielen können." Noch so einen Ausrutscher darf sich Westfalia Osterwick morgen bei Vorwärts Lette nicht erlauben, sonst könnte das Meisterrennen in der A-Liga schon zugunsten des VfL Billerbeck entschieden sein.

Allgemeine Zeitung OSTERWICK. Mit dem späten 1:0-Siegtreffer durch Luis Lammers wahrte der Tabellenzweite Westfalia Osterwick seine Titelchancen. „Ein Riesenlob an Brukteria Rorup", machte Engin Yaviuzaslan dem Kellerkind Komplimente, „ich hatte schon im Vorfeld von einem schweren Spiel gesprochen. Dass es allerdings so schwer würde, hätte ich nicht gedacht." Die Hausherren nutzten ihren Heimvorteil und brachten die Gäste bei sommerlichen Temperaturen noch mehr ins Schwitzen. „Die Roruper haben gekämpft wie Gladiatoren", berichtete der Westfalia-Coach, „sie haben uns keine Luft zum Atmen gegeben." Der Abstiegskandidat, der ab der 68. Minute in Unterzahl war, weil ein Akteur Rot bekommen hatte, wehrte sich nach Kräften. „Aber immer fair", betonte Yavuzaslan, „Rorup war geil auf jeden Zweikampf." Als Jan Kröger in der 69. Minute einen Schuss abfeuerte, wurde der Ball geblockt. Lammers traf zum 1:0.

| Brukteria Rorup Westf. Osterwick 0:1; Tor: 0:1 Luis Lammers (69.)

GEGNER: Brukteria Rorup

ANSTOSS: Sonntag, 15 Uhr, Rorup, Rasen

ZUM SPIEL: Das Hinspiel war eine zähe Angelegenheit. „Was haben wir uns da einen Zacken aus der Krone gebrochen", schaut Engin Yavuzaslan auf den 3:2-Sieg zurück, „zur Pause lagen wir 2:0 vorn, dann hat Rorup ausgeglichen, kurz vor Schluss hat Timo Mevenkamp noch getroffen." Auch am Sonntag erwartet der Osterwicker Spielertrainer wieder „einen galligen, hungrigen und hochmotivierten Gegner, der uns den Spaß am Fußball nehmen will". Darauf hat er seine Kadetten schon eingestellt. „So viel Glück wie in der zweiten Halbzeit im Hinspiel haben wir bestimmt kein zweites Mal", erklärt Yavuzaslan, der mehrere angeschlagene Spieler in seinen Reihen hat.

Allgemeine Zeitung OSTERWICK. Es war ein hartes Stück Arbeit! "Wie erwartet", erzählte Engin Yavuzaslan, Trainer von Westfalia Osterwick, „der Fokus lag diesmal mehr auf unserer zweiten Mannschaft, an die wir fünf Spieler abgestellt haben." Die Reserve feierte dann auch einen 9:5-Sieg gegen die SG Coesfeld 06 III. „Uns reichte ein 1:0", teilte Yavuzaslan mit, „das Tor war ein Geniestreich von Bomber." Engin Yavuzaslan hatte einen langen Ball in Richtung Sechzehner geschlagen. Luis Lammers kam noch kurz dran, dann sah Tobias Lanfers, den alle Bomber rufen, dass Hasudülmens Schnapper Nico Albrink zu weit vor seiner Bude stand. Mit einem Lupfer aus 25 Metern markierte Bomber Lanvers den einzigen Treffer an diesem Tage. Engin Yavuzaslan verglich Gäste-Coach Güven Sivgin noch mit Moderator Werner Hansch: „Der Güven quasselt wie der Hansch", meinte er, „und beim Hansch schalt' ich immer den Ton ab..."

Westfalia Osterwick Grün-Weiß Hausdülmen l:0; Tor: 1:0 Tobias Lanfers (14.)

Rassige Zweikämpfe im Rosendahler Ortsduell: Tobias Paschert (links), Abwehrchef und Kapitän aus Osterwick, kämpft mit dem jungen Darfelder Marius Röttgering verbissen um den Ball. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Allgemeine Zeitung Rosendahl. Mit seiner Einschätzung traf er voll ins Schwarze. Markus Lindner hatte „ein geiles Derby“ gesehen. „Das ging hoch und runter“, gab der sichtlich gestresste Turo-Trainer seine Gemütslage wieder, „nach dem Zwei-Tore-Rückstand waren wir schon klinisch tot, sind dann aber wieder aufgestanden.“ Und wie! Aus dem 0:2 machten die Darfelder ein 2:2 – und haben dann doch 3:4 verloren.

Nach einem packenden Match hatte Engin Yavuzaslan sogar zwei Sieger gesehen. „Westfalia Osterwick und Guido Albers“, sagte er und zollte dem ältesten Spieler auf dem Rasen seinen allergrößten Respekt: „So eine Aktion, wie sie Guido hier und heute gezeigt hat, freut mich mehr als jeder Dreier.“ Als Albers in der 82. Minute von Tobias Paschert kurz vorm Sechzehner gefoult wurde, zückte der souverän leitende Schiri Gert Schulte die rote Karte. Notbremse!

Engin Yavuzaslan (Osterwick)

Yavuzaslan: „Alles im grünen Bereich"

Allgemeine Zeitung OSTERWICK (uh). Engin Yavuzaslan hat sich gut erholt. Sein Nacken ist nicht mehr steif nach dem Hartplatz-Spiel im Dülmener Sportzentrum Süd. Auch die Lungenwerte sind wieder im Normbereich. „Alles im grünen Bereich", teilt der Osterwicker Trainer mit, „das Derby kann kommen." Er freut sich auf das Duell mit Turo Darfeld: „Endlich mal eine Mannschaft, die nicht ein 10-0-0-System bevorzugt, wie DJK Dülmen am Donnerstagabend."

So ein Derby, bekräftigt Yavuzaslan, haben sich die Darfelder und die Osterwicker verdient. „Es gibt doch nichts Schöneres, wenn beide Teams in der Tabelle oben stehen und Holtwick dahinter liegt", kann er sich eine kleine Spitze gegen den anderen Ortsrivalen nicht verkneifen, „Darfeld und Osterwick arbeiten ja auch im Jugendbereich vorbildlich zusammen."

Der Westfalia-Coach erwartet „einen offenen Schlagabtausch" auf dem Rasenteppich. Er hat Respekt vorm Gastgeber: „Ein sehr gut geführter Verein!" Carsten Daldrup, der in dieser Saison bereits 15 Treffer erzielt hat, sei einer der gefährlichsten Stürmer in der Kreisliga A. „Aber wir sind gewappnet", kündigt er an, „mal schauen, wer am Ende die Hände nach oben strecken wird." 
Timo Mevenkamp hat seinen Muskelfaserriss auskuriert. ,,Null Problemo", erklärt Yavuzaslan, „er hat in Dülmen die letzte halbe Stunde Asche-Luft geatmet. Der Muskel hat gehalten."

| Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Darfeld, Turo-Stadion, Rasen

Lindner: „Den Druck hat unser Gegner"

Markus Lindner (Darfeld)Allgemeine Zeitung DARFELD (uh). Markus Lindner kann's kaum erwarten. „Alle sind heiß auf dieses Derby!" Die Osterwicker sind Tabellenzweiter, seine Darfelder Dritter. „Besser geht's kaum", sagt der Turo-Trainer, „wir sind hochmotiviert."

Markus Lindner (Darfeld) Der Abstand zwischen beiden Mannschaften hat sich in dieser Saison deutlich verringert. „In den vergangenen Jahren war Darfeld noch Lichtjahre entfernt", erzählt Lindner, „jetzt können wir Osterwick schon mit dem Fernglas sehen." Fünf Zähler, mehr nicht, trennen die beiden Ortsrivalen nach 24 von 30 Spieltagen.

Den Druck haben die Osterwicker, betont Markus Lindner. „Wir gehen ganz entspannt auf den Platz", fügt er hinzu, „unser Gegner muss gewinnen, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage ist der Ofen aus."
Das Problem ist das Angriffsspiel der Gäste. „Ja, wir müssen die gute Offensive von Westfalia Osterwick in den Griff kriegen", nennt Lindner das Rezept, um den Titelkandidaten zu stoppen.

Zwei Akteure sind angeschlagen. Gabriel Helms und Ralf Gövert. Doch Markus Lindner ist zuversichtlich, dass beide auf die Zähne beißen und am Sonntagnachmittag grünes Licht für einen Einsatz geben.
Andre Uphaus und die Gebrüder Daldrup, Carsten und Sebastian, sind auch wieder live dabei. „Das sind positive Nachrichten", freut sich Lindner über einen ordentlich bestückten Kader und verspricht: „Wir werden alles heraushauen!"

| Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Darfeld, Turo-Stadion, Rasen

Komm in meine Arme: Engin Yavuzaslan (rechts), Spielertrainer beim A-Ligisten Westfalia Osterwick, gratuliert Mario Worms zu seinem Hattrick. Im Sommer wechseln beide zu DJK Coesfeld-VBRS. Foto: Ulrich Hörnemann

Allgemeine Zeitung -uh- Osterwick. Der Befehl lautet klipp und klar: „Gewinnen!“ Engin Yavuzaslan, Cheftrainer und Vorturner beim A-Ligisten Westfalia Osterwick, nimmt seine Belegschaft vorm morgigen Nachholspiel bei DJK Dülmen in die Pflicht: „Wir benötigen drei Punkte! Alles andere wäre eine Enttäuschung.“ Und auch ein Rückschlag im Titelrennen, denn dann würde sich Spitzenreiter VfL Billerbeck ins Fäustchen lachen. Fünf Zähler trennen die Rivalen in der Tabelle, wobei noch sieben Begegnungen auf dem Programm stehen.

Die Osterwicker sollten sich tunlichst keinen Punktverlust erlauben. „Das haben wir auch nicht vor“, betont Yavuzaslan, „wir werden die Aufgabe offensiv angehen.“ Wie die Dülmener agieren, kann er sich gut ausmalen. „Unser Gegner wird auf Konter spielen“, prophezeit er, „aber keine Angst: Den Spaß werden wir ihnen nehmen.“

Natürlich ist die Westfalia als Tabellenzweiter glasklarer Favorit. Die Hausherren sind Elfter. „Die Favoritenrolle nehmen wir an“, erklärt Engin Yavuzaslan, „wir wollen ihr gerecht werden.“ Dass auf einem Hartplatz gekickt wird, interessiert ihn nicht. „Ob auf Asche oder Rasen, das ist mir egal“, sagt er nur, „wir müssen DJK Dülmen schlagen.“ Basta! Mehr gibt es nicht zu sagen.

Anstoß: Donnerstag, 19.45 Uhr, Dülmen, Sportzentrum Süd, Hartplatz, Hülstener Str. 121

Pressschlag: Engin Yavuzaslan (rechts), Spielertrainer des A-Kreisligisten Westfalia Osterwick, kämpft mit dem Dülmener Lukas Denning (links) um die Kugel. Fotos: Ulrich Hörnemann

Kreisliga A: Westfalia Osterwick geht steil

Allgemeine Zeitung von Ulrich Hörnemann OSTERWICK. Die Torfabrik schob eine Extraschicht und produzierte einen Six-Pack. „Jetzt haben wir in den letzten zwei Spielen 13 Treffer gemacht", betonte Engin Yavuzaslan, Trainer von Westfalia Osterwick, „auf diesem Acker ist das gar nicht so einfach." Dem 7:0 beim Schlusslicht SV Gescher II folgte ein 6:1 über die Reserve des Bezirksligisten TSG Dülmen.

Dem Gegner zwei Treffer eingeschenkt: Luis Lammers schraubte sein Konto in der Kreisliga A auf 17 Tore. Foto: az

Allgemeine Zeitung -uh- Osterwick. Nach genau einer Stunde war sein Tagewerk getan. Mario Worms hatte fertig. „Gott sei Dank geht der runter“, atmete Robin Drees auf, „der Kerl hat uns alle schwindlig gespielt.“ Worms hatte dem Schnapper aus Dülmen in der ersten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick eingeschenkt – und das war die halbe Miete beim Osterwicker 6:1-Sieg.

Engin Yavuzaslan zitierte ihn in der 60. Minute vom Rasen, „Mario soll sich schonen“, begründete der Spielertrainer die frühe Herausnahme seines kongenialen Partners, „wenn Mario neunzig Minuten durchgemacht hätte, dann hätte er noch Lucas Jacobs eingeholt.“ Jacobs, Führender der Torschützenliste der Kreisliga A, hat 21 Buden erzielt, Worms ist aktuell bei neun.

GEGNER: TSG Dülmen II

ANSTOSS: Sonntag, 15 Uhr, Osterwick Rasen

ZUM SPIEL: Engin Yavuzaslan erwartet einen leidenschaftlichen Gegner. „Die Dülmener stehen gut da, haben mit dem Abstieg nichts zu tun", erzählt der Osterwicker Spielertrainer, „wir gehen aggressiv und mutig ins Spiel. Den Fans wollen wir was bieten, ja, wer geben nicht hundert Prozent, sondern 120 Prozent." Tobias Paschert wurde in dieser Woche ein Zehennagel abgezogen. „Kein Problem", meint Yavuzaslan, „Tobi spielt! Der käme sogar mit dem Kopf unterm Arm zum Platz." Timo Mevenkamp (Muskelfaserriss) wird fürs Duell mit Turo Darfeld geschont. „Da brauchen wir ihn dringend!" Tobias Schönnebeck und Benny Raabe sind langzeitverletzt und fallen weiter aus.

Zitat

„Für meinen Nachfolger hab' ich einen Tipp: Er sollte 20 Spieler und acht Torhüter in seinen Kader nehmen."

Engin Yavuzaslan, Trainer von Westfalia Osterwick, denkt an die Personalprobleme im Tor: Erst war Florian Prause verletzt, jetzt hat es Dennis Grüger (Fingerbruch) erwischt

Gestocher im Strafraum: Westfalia-Stürmer Bartlomiej Kijas (links) verhakt sich mit seinem Gescheraner Gegenspieler Kevin Tenbrink. Foto: Frank Wittenberg

Allgemeine Zeitung Gescher/Osterwick (fw). Das Tempo, das der Außenseiter in der Anfangsphase anschlug, beeindruckte die Osterwicker durchaus, passte aber hervorragend in den Matchplan der Westfalia. „Respekt, denn es ist mutig, gegen uns so hoch zu spielen“, stellte Engin Yavuzaslan fest. „Das konnten sie so nicht durchhalten.“ In der Tat bot der SV Gescher II dem Favoriten mit zunehmender Spieldauer immer mehr Lücken, die der zu einem deutlichen 7:0-Auswärtssieg nutzte – und das hätte noch höher ausgehen können.

Vielleicht wäre das Ding anders gelaufen, hätte Dennis Busch in der 8. Minute seine Großchance für den SV genutzt. Nach Ballverlust von Yavuzaslan ging er alleine auf Dennis Grüger zu, scheiterte aber – bei der Aktion verletzte sich der Westfalia-Torwart und musste Platz für Florian Prause machen. „Das hätte Rückenwind gegeben“, trauerte Marco Streuff der verpassten Führung nach. „Wir hatten tolle Aktionen dabei.“ Das Tor fiel aber in der 26. Minute auf der anderen Seite, als Florian Richters zum 0:1 traf. Und der Doppelschlag kurz vor der Pause durch Luis Lammers und Mario Worms zum 0:3 zog der SV-Reserve den Zahn.

GEGNER: SV Gescher II

ANSTOSS: Sonntag, 13 Uhr, Gescher, Kunstrasen

ZUM SPIEL: Jede Serie hat mal ein Ende. „In Gescher habe ich noch nie gewonnen. einmal haben wir 1:1 gespielt, dann 1:3 verloren", erinnert sich Trainer Engin Yavuzaslan, „unser Gegner gehört da unten nicht hin, da habe ich schon schlechtere Mannschaften gesehen." Er erwartet ein Hauen und Stechen: „Gescher wird uns keinen Zentimeter Raum geben!" Dennoch fordert er einen Sieg - und das funktioniert nur mit der richtigen Einstellung. „Wenn einer meinen sollte, er könne dieses Spiel mit angezogener Handbremse angehen, dann kann er gleich zu Hause bleiben", redet Yavuzaslan Klartext, „alle müssen wissen, was uns dort erwartet." Er will gewinnen, unter allen Umständen. „So werden wir auch auftreten."

Vorbericht SV Gescher II

ZUM SPIEL: Marco Streuff spricht von einer Mammutaufgabe. „Mit Mario Worms hat Osterwick noch mal an Qualität zugelegt", sagt der Trainer des SV Gescher II, „für uns ist das ein Spiel, bei dem wir nur gewinnen können. Wäre schön, wenn uns das auch gelingt." Jeder Punkt sei wichtig im beinharten Kampf um den Klassenerhalt. „Wir wollen kein Sparringspartner sein, sondern ein unbequemer Gegner, der um seine Existenz kämpft", betont Streuff, „dass es möglich ist, auch diese Mannschaft zu schlagen, haben wir schon in der vergangenen Saison bewiesen. Damals waren wir in einer ähnlichen Situation und haben am Ende 3:1 gewonnen." Vielleicht schaffen die Gescheraner einen ähnlichen Husarenstreich.

Allgemeine Zeitung OSTERWICK/COESFELD. Geduldig blieben sie, denn letztlich war es eine Frage der Zeit. „Wenn ein Gegner einen derartig hohen Aufwand gegen uns betrieben muss, wird irgendwann die Kraft nachlassen", ahnte Engin Yavuzaslan. Und genauso kam es: Die DJK Coesfeld-VBRS II hielt bei Westfalia Osterwick lange mit, unterlag am Ende aber doch klar mit 1:4. Dennoch war DJK-Trainer Denis Koopmann nicht unzufrieden: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert gespielt und fast alles unterbunden." Und sie hatten ihre eigenen Chancen, unter anderem durch Andree Dörr und Cedric Pollmeier.

Dann aber nutzte Luis Lammers in der 33. Minute einen klugen Rückpass zum 1:0 für die Osterwicker, die in der zweiten Halbzeit noch mehr Druck machten. Bis zur 78. Minute verhinderten die Gäste weitere Gegentreffer, dann holte Mario Worms gegen Dennis Weßendorf einen Elfer heraus, den er selbst zum 2:0 verwandelte. „Danach haben wir die Karre noch einmal richtig auf Hochtouren gebracht", lobte Yavuzaslan sein Team, das blitzschnell durch Worms und Jan Kröger die Treffer zum 4:0 nachlegte. Die DJK-Reserve nahm aber die Köpfe wieder hoch und kam zumindest zum Ehrentor durch einen Elfmeter von Marius Borgert.

| Westfalia Osterwick DJK Coesfeld-VBRS II 4:1; Tore: 1:0 Luis Lammers ( 33.), 2:0 und 3:0 Mario Worms ( 78., FE; 79.), 4:0 Jan Kröger (81.), 4:1 Marius Borgert ( 87., FE ).

Im Vorwärtsgang: Mario Worms muss mit der Westfalia gegen seinen Heimatclub DJK-VBRS ran. Foto: Frank Wittenberg

Allgemeine Zeitung Osterwick/Coesfeld (fw). Ein besonderes Spiel ist es wegen der spannenden Konstellation. Auf der einen Seite Engin Yavuzaslan, in der neuen Saison Trainer bei der DJK-VBRS, und Mario Worms, Ur-Coesfelder, künftig wieder DJK’ler und eng befreundet mit etlichen seiner morgigen Gegner. Und auf der anderen Seite steht die DJK-Reserve mit einer Reihe von Kickern, die es den künftigen Chefs ihrer ersten Mannschaft zeigen wollen. „Die werden ihre Schokoladenseite präsentieren wollen“, ahnt Yavuzaslan, der auf seine Osterwicker ein schwieriges Spiel zukommen sieht.

Wer ihnen da aber auf dem Kunstrasen im Westfalia-Stadion gegenüberstehe, dürfe nur zweitrangig sein. „Wir sind der Favorit und nehmen das auch an“, betont der Spielertrainer, der unter der Woche beim 2:0-Sieg in Legden sein Comeback nach seiner Knieverletzung gefeiert hat. „Dadurch habe ich der Mannschaft Druck von den Schultern genommen.“ Auch morgen will er auf dem Platz stehen.

Am Seitenrand bleibt Denis Koopmann – und das ganz entspannt nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen. „Wir werden nichts verschenken, können in Osterwick aber völlig locker auftreten“, erklärt der DJK-Trainer, dem Yavuzaslan eine hervorragende Arbeit bescheinigt. Sicherlich deutlich wichtiger für die Reserve der DJK-VBRS werden die beiden folgenden Spiele am Gründonnerstag bei Brukteria Rorup und am Ostermontag beim SV Gescher II sein. „Dann geht es gegen direkte Konkurrenten, da können wir einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen“, weiß Koopmann. Bis auf die Langzeitverletzten ist sein Kader komplett. 

| Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Westfalia-Stadion.

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