Komm in meine Arme: Engin Yavuzaslan (rechts), Spielertrainer beim A-Ligisten Westfalia Osterwick, gratuliert Mario Worms zu seinem Hattrick. Im Sommer wechseln beide zu DJK Coesfeld-VBRS. Foto: Ulrich Hörnemann

Allgemeine Zeitung -uh- Osterwick. Der Befehl lautet klipp und klar: „Gewinnen!“ Engin Yavuzaslan, Cheftrainer und Vorturner beim A-Ligisten Westfalia Osterwick, nimmt seine Belegschaft vorm morgigen Nachholspiel bei DJK Dülmen in die Pflicht: „Wir benötigen drei Punkte! Alles andere wäre eine Enttäuschung.“ Und auch ein Rückschlag im Titelrennen, denn dann würde sich Spitzenreiter VfL Billerbeck ins Fäustchen lachen. Fünf Zähler trennen die Rivalen in der Tabelle, wobei noch sieben Begegnungen auf dem Programm stehen.

Die Osterwicker sollten sich tunlichst keinen Punktverlust erlauben. „Das haben wir auch nicht vor“, betont Yavuzaslan, „wir werden die Aufgabe offensiv angehen.“ Wie die Dülmener agieren, kann er sich gut ausmalen. „Unser Gegner wird auf Konter spielen“, prophezeit er, „aber keine Angst: Den Spaß werden wir ihnen nehmen.“

Natürlich ist die Westfalia als Tabellenzweiter glasklarer Favorit. Die Hausherren sind Elfter. „Die Favoritenrolle nehmen wir an“, erklärt Engin Yavuzaslan, „wir wollen ihr gerecht werden.“ Dass auf einem Hartplatz gekickt wird, interessiert ihn nicht. „Ob auf Asche oder Rasen, das ist mir egal“, sagt er nur, „wir müssen DJK Dülmen schlagen.“ Basta! Mehr gibt es nicht zu sagen.

Anstoß: Donnerstag, 19.45 Uhr, Dülmen, Sportzentrum Süd, Hartplatz, Hülstener Str. 121

Pressschlag: Engin Yavuzaslan (rechts), Spielertrainer des A-Kreisligisten Westfalia Osterwick, kämpft mit dem Dülmener Lukas Denning (links) um die Kugel. Fotos: Ulrich Hörnemann

Kreisliga A: Westfalia Osterwick geht steil

Allgemeine Zeitung von Ulrich Hörnemann OSTERWICK. Die Torfabrik schob eine Extraschicht und produzierte einen Six-Pack. „Jetzt haben wir in den letzten zwei Spielen 13 Treffer gemacht", betonte Engin Yavuzaslan, Trainer von Westfalia Osterwick, „auf diesem Acker ist das gar nicht so einfach." Dem 7:0 beim Schlusslicht SV Gescher II folgte ein 6:1 über die Reserve des Bezirksligisten TSG Dülmen.

Dem Gegner zwei Treffer eingeschenkt: Luis Lammers schraubte sein Konto in der Kreisliga A auf 17 Tore. Foto: az

Allgemeine Zeitung -uh- Osterwick. Nach genau einer Stunde war sein Tagewerk getan. Mario Worms hatte fertig. „Gott sei Dank geht der runter“, atmete Robin Drees auf, „der Kerl hat uns alle schwindlig gespielt.“ Worms hatte dem Schnapper aus Dülmen in der ersten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick eingeschenkt – und das war die halbe Miete beim Osterwicker 6:1-Sieg.

Engin Yavuzaslan zitierte ihn in der 60. Minute vom Rasen, „Mario soll sich schonen“, begründete der Spielertrainer die frühe Herausnahme seines kongenialen Partners, „wenn Mario neunzig Minuten durchgemacht hätte, dann hätte er noch Lucas Jacobs eingeholt.“ Jacobs, Führender der Torschützenliste der Kreisliga A, hat 21 Buden erzielt, Worms ist aktuell bei neun.

GEGNER: TSG Dülmen II

ANSTOSS: Sonntag, 15 Uhr, Osterwick Rasen

ZUM SPIEL: Engin Yavuzaslan erwartet einen leidenschaftlichen Gegner. „Die Dülmener stehen gut da, haben mit dem Abstieg nichts zu tun", erzählt der Osterwicker Spielertrainer, „wir gehen aggressiv und mutig ins Spiel. Den Fans wollen wir was bieten, ja, wer geben nicht hundert Prozent, sondern 120 Prozent." Tobias Paschert wurde in dieser Woche ein Zehennagel abgezogen. „Kein Problem", meint Yavuzaslan, „Tobi spielt! Der käme sogar mit dem Kopf unterm Arm zum Platz." Timo Mevenkamp (Muskelfaserriss) wird fürs Duell mit Turo Darfeld geschont. „Da brauchen wir ihn dringend!" Tobias Schönnebeck und Benny Raabe sind langzeitverletzt und fallen weiter aus.

Zitat

„Für meinen Nachfolger hab' ich einen Tipp: Er sollte 20 Spieler und acht Torhüter in seinen Kader nehmen."

Engin Yavuzaslan, Trainer von Westfalia Osterwick, denkt an die Personalprobleme im Tor: Erst war Florian Prause verletzt, jetzt hat es Dennis Grüger (Fingerbruch) erwischt

Gestocher im Strafraum: Westfalia-Stürmer Bartlomiej Kijas (links) verhakt sich mit seinem Gescheraner Gegenspieler Kevin Tenbrink. Foto: Frank Wittenberg

Allgemeine Zeitung Gescher/Osterwick (fw). Das Tempo, das der Außenseiter in der Anfangsphase anschlug, beeindruckte die Osterwicker durchaus, passte aber hervorragend in den Matchplan der Westfalia. „Respekt, denn es ist mutig, gegen uns so hoch zu spielen“, stellte Engin Yavuzaslan fest. „Das konnten sie so nicht durchhalten.“ In der Tat bot der SV Gescher II dem Favoriten mit zunehmender Spieldauer immer mehr Lücken, die der zu einem deutlichen 7:0-Auswärtssieg nutzte – und das hätte noch höher ausgehen können.

Vielleicht wäre das Ding anders gelaufen, hätte Dennis Busch in der 8. Minute seine Großchance für den SV genutzt. Nach Ballverlust von Yavuzaslan ging er alleine auf Dennis Grüger zu, scheiterte aber – bei der Aktion verletzte sich der Westfalia-Torwart und musste Platz für Florian Prause machen. „Das hätte Rückenwind gegeben“, trauerte Marco Streuff der verpassten Führung nach. „Wir hatten tolle Aktionen dabei.“ Das Tor fiel aber in der 26. Minute auf der anderen Seite, als Florian Richters zum 0:1 traf. Und der Doppelschlag kurz vor der Pause durch Luis Lammers und Mario Worms zum 0:3 zog der SV-Reserve den Zahn.

GEGNER: SV Gescher II

ANSTOSS: Sonntag, 13 Uhr, Gescher, Kunstrasen

ZUM SPIEL: Jede Serie hat mal ein Ende. „In Gescher habe ich noch nie gewonnen. einmal haben wir 1:1 gespielt, dann 1:3 verloren", erinnert sich Trainer Engin Yavuzaslan, „unser Gegner gehört da unten nicht hin, da habe ich schon schlechtere Mannschaften gesehen." Er erwartet ein Hauen und Stechen: „Gescher wird uns keinen Zentimeter Raum geben!" Dennoch fordert er einen Sieg - und das funktioniert nur mit der richtigen Einstellung. „Wenn einer meinen sollte, er könne dieses Spiel mit angezogener Handbremse angehen, dann kann er gleich zu Hause bleiben", redet Yavuzaslan Klartext, „alle müssen wissen, was uns dort erwartet." Er will gewinnen, unter allen Umständen. „So werden wir auch auftreten."

Vorbericht SV Gescher II

ZUM SPIEL: Marco Streuff spricht von einer Mammutaufgabe. „Mit Mario Worms hat Osterwick noch mal an Qualität zugelegt", sagt der Trainer des SV Gescher II, „für uns ist das ein Spiel, bei dem wir nur gewinnen können. Wäre schön, wenn uns das auch gelingt." Jeder Punkt sei wichtig im beinharten Kampf um den Klassenerhalt. „Wir wollen kein Sparringspartner sein, sondern ein unbequemer Gegner, der um seine Existenz kämpft", betont Streuff, „dass es möglich ist, auch diese Mannschaft zu schlagen, haben wir schon in der vergangenen Saison bewiesen. Damals waren wir in einer ähnlichen Situation und haben am Ende 3:1 gewonnen." Vielleicht schaffen die Gescheraner einen ähnlichen Husarenstreich.

Allgemeine Zeitung OSTERWICK/COESFELD. Geduldig blieben sie, denn letztlich war es eine Frage der Zeit. „Wenn ein Gegner einen derartig hohen Aufwand gegen uns betrieben muss, wird irgendwann die Kraft nachlassen", ahnte Engin Yavuzaslan. Und genauso kam es: Die DJK Coesfeld-VBRS II hielt bei Westfalia Osterwick lange mit, unterlag am Ende aber doch klar mit 1:4. Dennoch war DJK-Trainer Denis Koopmann nicht unzufrieden: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert gespielt und fast alles unterbunden." Und sie hatten ihre eigenen Chancen, unter anderem durch Andree Dörr und Cedric Pollmeier.

Dann aber nutzte Luis Lammers in der 33. Minute einen klugen Rückpass zum 1:0 für die Osterwicker, die in der zweiten Halbzeit noch mehr Druck machten. Bis zur 78. Minute verhinderten die Gäste weitere Gegentreffer, dann holte Mario Worms gegen Dennis Weßendorf einen Elfer heraus, den er selbst zum 2:0 verwandelte. „Danach haben wir die Karre noch einmal richtig auf Hochtouren gebracht", lobte Yavuzaslan sein Team, das blitzschnell durch Worms und Jan Kröger die Treffer zum 4:0 nachlegte. Die DJK-Reserve nahm aber die Köpfe wieder hoch und kam zumindest zum Ehrentor durch einen Elfmeter von Marius Borgert.

| Westfalia Osterwick DJK Coesfeld-VBRS II 4:1; Tore: 1:0 Luis Lammers ( 33.), 2:0 und 3:0 Mario Worms ( 78., FE; 79.), 4:0 Jan Kröger (81.), 4:1 Marius Borgert ( 87., FE ).

Im Vorwärtsgang: Mario Worms muss mit der Westfalia gegen seinen Heimatclub DJK-VBRS ran. Foto: Frank Wittenberg

Allgemeine Zeitung Osterwick/Coesfeld (fw). Ein besonderes Spiel ist es wegen der spannenden Konstellation. Auf der einen Seite Engin Yavuzaslan, in der neuen Saison Trainer bei der DJK-VBRS, und Mario Worms, Ur-Coesfelder, künftig wieder DJK’ler und eng befreundet mit etlichen seiner morgigen Gegner. Und auf der anderen Seite steht die DJK-Reserve mit einer Reihe von Kickern, die es den künftigen Chefs ihrer ersten Mannschaft zeigen wollen. „Die werden ihre Schokoladenseite präsentieren wollen“, ahnt Yavuzaslan, der auf seine Osterwicker ein schwieriges Spiel zukommen sieht.

Wer ihnen da aber auf dem Kunstrasen im Westfalia-Stadion gegenüberstehe, dürfe nur zweitrangig sein. „Wir sind der Favorit und nehmen das auch an“, betont der Spielertrainer, der unter der Woche beim 2:0-Sieg in Legden sein Comeback nach seiner Knieverletzung gefeiert hat. „Dadurch habe ich der Mannschaft Druck von den Schultern genommen.“ Auch morgen will er auf dem Platz stehen.

Am Seitenrand bleibt Denis Koopmann – und das ganz entspannt nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen. „Wir werden nichts verschenken, können in Osterwick aber völlig locker auftreten“, erklärt der DJK-Trainer, dem Yavuzaslan eine hervorragende Arbeit bescheinigt. Sicherlich deutlich wichtiger für die Reserve der DJK-VBRS werden die beiden folgenden Spiele am Gründonnerstag bei Brukteria Rorup und am Ostermontag beim SV Gescher II sein. „Dann geht es gegen direkte Konkurrenten, da können wir einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen“, weiß Koopmann. Bis auf die Langzeitverletzten ist sein Kader komplett. 

| Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Westfalia-Stadion.

Florian Richters Foto: az

Allgemeine Zeitung Osterwick. Das war ein ganz, ganz wichtiger Sieg. „Und Spaß gemacht hat’s auch“, meinte Engin Yavuzaslan, Spielertrainer des A-Kreisligisten Westfalia Osterwick, nach dem 2:0 in Legden, „wir haben hochverdient gewonnen gegen einen Gegner, der mutig aufgetreten ist. Aber letztendlich hat sich unsere Klasse durchgesetzt.“ Was ihn ein wenig ärgerte war die Tatsache, „dass wir gefühlte 150 Standards hatten, aus denen wir allerdings kein Kapital geschlagen haben“, klagte Yavuzaslan, der nach seiner Knieblessur ein erfolgreiches Comeback feierte, „ich hatte mir vorher auch extra eine Ibuprofen 1800 eingeworfen. Hat geholfen!“ Nach knapp einer Stunde machte er dann Platz für Florian Richters. „Alles gut“, beruhigte Engin Yavuzaslan, „das Knie hat gehalten.“ Kurz nach seiner Auswechselung fiel das erste Tor durch Luis Lammers (68. Minute). Auch in der Folgezeit hielten die Osterwicker das Heft in der Hand. Hannes Grams (80.) , der in der 58. Minute für Daniel Richter aufs Feld gekommen war, sorgte für die endgültige Entscheidung. Er traf zum 2:0 und machte den Dreier endgültig perfekt. „Jetzt freuen wir uns auf das Heimspiel gegen DJK Coesfeld II am nächsten Sonntag“, blickte Yavuzaslan voraus.

| SuS Legden - Westfalia Osterwick 0:2; Tore: 0:1 Luis Lammers (68.), 0:2 Hannes Grams (80.)

GEGNER: DJK Dülmen

ANSTOSS: Sonntag, 15.30 Uhr, Dülmen, Hartplatz, Hülstener Str. 121

ZUM SPIEL: Es läuft nicht rund in Osterwick. „Wir betreiben nach wie vor einen hohen Aufwand. Doch das ist alles zu verkrampft, da fehlt der Spaß", klagt Westfalia-Trainer Engin Yavuzaslan, der sich gegen Holtwick die Bänder im Knie überdehnt hat und weiter pausieren muss, „vorm Tor sind wir zu fickrig, da fehlen Cleverness, Coolness und Kaltschnäuzigkeit." Die Gegner haben den Respekt abgelegt. „Sie werden frecher und mutiger", berichtet er, „wir müssen wieder Muskeln zeigen, damit die anderen Mannschaften das Zittern kriegen." Ob Abwehrmann Florian Göbel, den eine Bauchmuskelzerrung plagt, rechtzeitig fit wird, entscheidet sich kurzfristig.

Vergeblich angerannt: Pasacl Leipelt (rechts), der von Mark Köster ausgebremst wird, verlor mit Westfalia Osterwick das Spitzenspiel gegen den SuS Olfen. Foto: Frank Wittenberg

Allgemeine Zeitung von Frank Wittenberg Osterwick. Die Kugel flog kreuz und quer über das Feld wie in einem Flipperautomaten. Selten kontrolliert, meist regierte der Zufall, sodass die Gäste aus Olfen wenig Mühe hatten, ihren Kasten sauber zu halten. „Das war viel zu wenig für eine Spitzenmannschaft“, schüttelte Engin Yavuzaslan enttäuscht den Kopf. Planlos wirkte der Auftritt, weil sich seine Jungs nicht an den Matchplan hielten – und erlebten mit dem 1:2 ihr nächstes Olfen-Trauma.

Für den verletzten Spielertrainer war es nicht einfach nur eine Niederlage, sondern vielmehr das Ende der Titelträume. „Das können wir uns abschminken, weil Billerbeck sich das nicht mehr nehmen lassen wird“, urteilte er angesichts der nun fünf Punkte Rückstand. „Trotzdem müssen wir die Saison vernünftig beenden.“

GEGNER: SuS Olfen

ANSTOSS: Sonntag, 15 Uhr, Westfalia-Stadion (Kunstrasen)

ZUM SPIEL: Drei Spiele hat er in seiner Amtszeit bei Westfalia gegen den SuS Olfen ausgetragen, alle drei gingen verloren. „Das muss sich ändern", fordert Engin Yavuzaslan vor dem nächsten Gipfeltreffen - trotz allem Respekt vor dem Gegner, der „gegen uns grundsätzlich aus einer Chance zwei Tore macht? Bange machen sie sich aber nicht, auch wenn es personell weiterhin einige Wackelkandidaten gibt. So ist der Einsatz von Luis Lammers, der schon gegen die SG Coesfeld 06 krankheitsbedingt passen musste, noch fraglich. ,,Er würde uns natürlich gut zu Gesicht stehen, weil er eiskalt vor dem Tor ist", sagt der Spielertrainer, der nach wie vor verletzt ausfällt. Tobias Schönnebeck ist
wieder ins Training eingestiegen. Egal mit welcher Besetzung, Yavuzaslan erwartet 90 Minuten Vollgas. „Olfen ist eine gefestigte Truppe, aber kein Übergegner", betont er. „Wenn wir weiter oben mitreden wollen, müssen wir dieses Spiel gewinnen."

Die Kreisliga-Vorschauen

Der SuS Olfen (3.) trifft auswärts auf Westfalia Osterwick (2.).

Gegner: Osterwick hat nur zwei Punkte mehr als der SuS Olfen.

Statistik: Olfen hat in drei Duellen den Platz bisher immer als Sieger verlassen.

Personal: Jonas Frings fällt sicher aus, der Einsatz von Stürmer Niklas Mählmann ist fraglich. Dafür kehrt Daniel Czempik zurück.

Stimme: „Im Hinspiel haben wir richtig Glück gehabt. Wir müssen auf deren Toptorjäger (Anm. d. Red.: Luis Lammers, zehn Saisontore) aufpassen“, sagt Olfens Trainer Michael Krajczy.

Anpfiff: 15 Uhr, Rasenplatz, Westfalia-Stadion Osterwick, Im Kleining, Rosendahl

Der Mann des Tages: Mario Worms erzielte beide Tore für Westfalia Osterwick zum Sieg bei der SG 06. Foto: az

Kreisliga A: Westfalia siegt 2:0 bei der SG 06

Allgemeine Zeitung von Frank Wittenberg Coesfeld/Osterwick. Der Geniestreich, den Mario Worms da in der 79. Minute auspackte, versetzte seinen Chef in pures Entzücken. „Gigantisch“, strahlte Engin Yavuzaslan. „Da zeigt sich die individuelle Klasse.“ Als seiner Westfalia die Nullnummer drohte, weil sie mehrere klare Dinger ausgelassen hatten oder am überragenden Marius Meßing gescheitert waren, knallte Worms den Ball nach einer abgewehrten Ecke aus 20 Metern schnurgerade in den Winkel – das war der späte Türöffner zum 2:0-Sieg bei der SG Coesfeld 06.

Und der war verdient, das gab auch Patrick Steinberg ehrlich zu. „Die Osterwicker waren reifer und mutiger“, stellte der SG-Trainer fest, der dennoch zwischenzeitlich auf ein Erfolgserlebnis hoffen durfte. Denn just in der Phase vor dem Worms-Kracher bekamen die Coesfelder das Geschehen besser in den Griff und erarbeiteten sich auch Chancen.

Einen schweren Stand hatten Lucas Jacobs (links) und die SG 06 im Hinspiel – im September setzte sich Westfalia Osterwick mit Nils Borgert (rechts) mit 1:0 durch. Foto: Frank Wittenberg

Kreisliga A: Spitzenspiel zwischen SG 06 und Westfalia

Allgemeine Zeitung von Frank Wittenberg Coesfeld/Osterwick. Der Respekt voreinander ist groß, ebenso die Vorfreude auf ein echtes Spitzentreffen. „Das sind doch die Spiele vor hoffentlich vielen Zuschauern, die richtig Spaß machen“, blickt Patrick Steinberg auf das Duell seiner SG Coesfeld 06 gegen Westfalia Osterwick. „Wir freuen uns drauf, und das müssen die Jungs verinnerlichen.“

Für die Osterwicker wird es vor allem darum gehen, einen Verfolger auf Distanz zu halten – und vor allem eine Steigerung hinzulegen. „Gegen SW Holtwick haben wir in der zweiten Halbzeit kollektiv versagt“, denkt Engin Yavuzaslan ungern an das 1:1-Remis im Ortsderby zurück. Attraktiven Fußball wollen sie bieten, auch wenn er fest davon ausgeht, dass Trainerkollege Steinberg seine Jungs ordentlich heiß machen wird. „Die SG ist taktisch sehr gut aufgestellt und spielt einen guten Ball“, lobt der Westfalia-Spielertrainer den Gegner. „Aber wir haben zuletzt oft gut gegen die ausgesehen, und das soll so bleiben.“

Das Knie macht nicht mit: Engin Yavuzaslan (rechts) kämpfte, zog die Strippen, musste aber kurz vor der Pause passen. Nun droht eine erneute Zwangspause. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Fußball: Engin Yavuzaslan ärgert sich über zaghaften Auftritt gegen SW Holtwick / Zwangspause droht

Allgemeine Zeitung von Frank Wiitenberg Rosendahl. Was ihn nun mehr schmerzte, das lädierte Knie oder das sparsame 1:1 im Derby? Schwer zu sagen. Während der Arztbesuch gestern noch bevorstand, war die Diagnose nach dem Remis gegen SW Holtwick bereits gestellt. Schonungslos, wie es die Art von Engin Yavuzaslan ist. „Der Gegner hat sich in unserem Wohnzimmer wohlgefühlt“, schüttelt der Spielertrainer von Westfalia Osterwick den Kopf. „Das darf nicht passieren.“

Flugeinlage : Andreas Schulenkorf (links) hat den Ball, Mario Worms, der Neuzugang von Westfalia Osterwick, knall zu Boden.

Kreisliga: Osterwick hadert mit dem 1:1 / Holtwick verpasst den Dreier

Allgemeine Zeitung -uh- Rosendahl. Es war nicht sein Tag! Engin Yavuzaslan humpelte über den Kunstrasen. Sein malades Knie war dick bandagiert, seine Laune war genauso frostig wie die beißenden Temperaturen. „Das Innenband, wieder mal“, erzählte er mit missmutiger Miene, „angerissen, durchgerissen, was auch immer!“

Kurz vor der Pause, in Höhe der Mittellinie, war der Osterwicker Spielertrainer zusammengesackt, ohne jede Fremdeinwirkung. Gestützt von Helfern, schlich er zum Seitenrand und wenig später in die Umkleide.

Da lag seine Mannschaft noch 1:0 vorn im ewig jungen Derby mit den Schwarz-Weißen aus Holtwick. Timo Mevenkamp hatte in der 7. Minute einen sensationellen Pass genau in die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr gespielt. Luis Lammers war zur Stelle und veredelte die Vorlage mit dem 1:0. „Ein Tor wie aus heiterem Himmel“, meinte Engin Yavuzaslan, während Gäste-Coach Ahmed Ibrahim seinen Abwehrverbund rüffelte: „Da haben die Jungs gepennt.“

Allgemeine Zeitung OSTERWICK/HOCHMOOR. Nach der 2:3-Pleite beim Schlusslicht Westfalia Osterwick II hatte er die Faxen dicke. „Die Saison ist gegessen", moserte Andreas Kersten, Trainer vom SuS Hochmoor gemeinsam mit Philipp Mathey, „wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen." Die Hausherren hatten seiner Mannschaft den Schneid abgekauft. „Ich habe nicht gesehen, dass unser Gegner Letzter ist", fügte er hinzu, „dass unsere Jungs Fußball spielen können, haben sie oft genug gezeigt. Doch das war heute gar nichts! Die Vorgaben wurden nicht umgesetzt, und vorne fehlte die Durchschlagskraft."

Tim Schlüter mit einem frühen Eigentor (14. Minute) und Pascal Leipelt (36.) sorgten für eine 2:0-Führung der Osterwicker. Jan Kröger ( 61.) dehnte den Vorsprung im zweiten Durchgang auf 3:0 aus. Dann erwachten die Gäste aus ihrer Lethargie. Malte Elkemann (76.) und Robin Schultewolter (82.) betrieben ein wenig Ergebniskosmetik. „Aber es reicht nicht, wenn du dich nur eine Viertelstunde reinhängst." In der nächsten Woche hat der Tabellenvierte der Kreisliga B frei. O-Ton Kersten: „Das ist auch gut so!" Richard Schüer, der Osterwicker Coach, war happy über die gelungene Vorstellung seines Personals und attestierte allen Beteiligten „eine starke Leistung". Den Dreier konnten sie auch prima gebrauchen. „Ein ganz, ganz wichtiger Sieg", freute sich Schüer.

Westfalia Osterwick II SuS Hochmoor 3:2; Tore: 1:0 Tim Schlüter ( 14., ET), 2:0 Pascal Leipelt (36.), 3:0 Jan Kröger (61.), 3:1 Malte Elkemann (76.), 3:2 Robin Schultewolter (82.)

Heißes Duell: „Jojo“ Dönnebrink (vorn) und Niklas Wessling. Foto: az

Kreisliga A: Westfalia Osterwick und Schwarz-Weiß Holtwick freuen sich aufs Rosendahler Derby

Rosendahl (uh). Derby-Fieber in Rosendahl: Osterwick gegen Holtwick. „Schwarz auf weiß sieht das doch ganz positiv aus: Wir sind Zweiter und die Holtwicker knapp dahinter Vierter“, sagt Westfalia-Trainer Engin Yavuzaslan und schaut dabei aufs Tabellenbild, „beide Mannschaften sind schlecht gestartet, haben aber rechtzeitig die Kurve gekriegt.“

Die Situation in Holtwick schätzt er dabei deutlich brisanter ein. „Es ist ja bekannt, dass dort überall die Heckenschützen lauern. in Osterwick kann man viel, viel ruhiger arbeiten. Kompliment an Ahmed und ‘Jojo’, dass sie das Ding gewuppt haben.“

„Ich muss erst mal meinen Hals-, Nasen-, Ohrenarzt fragen, ob ich mit dem Knie überhaupt spielen darf.”

Engin Yavuzaslan, Spielertrainer von Westfalia Osterwick, hat seinen Innenbandriss noch nicht hundertprozentig auskuriert

Allgemeine Zeitung HOCHMOOR. Andreas Kersten lässt sich nicht blenden. „Von der Papierform her ist das eine einfache Aufgabe", erklärt der Trainer von SuS Hochmoor, der diesen Job gemeinsam mit Philipp Mathey ausübt, „aber das ist ein Trugschluss." Er kennt die Reserve von Westfalia Osterwick, momentan Vorletzter in der Kreisliga B.

„Ich habe die Mannschaft sehr viel stärker in Erinnerung." Das Hinspiel wurde deutlich gewonnen. „Da waren wir auch besser drauf", so Kersten, „beim 2:2 gegen die SG Coesfeld III haben wir vorwiegend lange Bälle gespielt. Da hätten wir ruhiger bleiben müssen. Immer dann, wenn wir vernünftig Fußball gespielt haben, wurde es gefährlich." Mit Hektik sei kein Blumenpott zu holen. Kersten selbst verzichtet auf seinen Einsatz. Ihm fehlt noch die Fitness. Yannick Munke fällt ebenfalls aus. Hinter Tim Schlüter steht ein Fragezeichen.

Anstoß: Sonntag, 13 Uhr, Osterwick, Westfalia-Stadion, Kunstrasen

Geballte Erfahrung für die Westfalia: Torwart Dennis Grüger (links) hilft sehr zur Freude von Engin Yavuzaslan bis zum Saisonende in Osterwick aus. Foto: Frank Wittenberg

Fußball: Westfalia reagiert auf Verletzung von Florian Prause und verstärkt sich mit Dennis Grüger

Allgemeine Zeitung von Frank Wittenberg Osterwick. Als ihn der Anruf auf dem Weg in den Skiurlaub erreichte, hielt es es für einen Scherz. Dann aber merkte Dennis Grüger schnell, dass es seinem Gesprächspartner in der Leitung sehr ernst war – und der 36-Jährige ließ sich von Engin Yavuzaslan schnell überzeugen. „Die Situation reizt mich“, lächelt der ehemalige Oberliga-Torwart, der kurzerhand aus dem „Ruhestand“ zurückkehrt und Westfalia Osterwick in der Rückrunde im Titelkampf der Kreisliga A unterstützen wird.

Sie kennen sich aus vielen Duellen gegeneinander – und haben auch ein Jahr gemeinsam für den SV Zweckel in der Oberliga gespielt. „Als wir handeln mussten, kam mir Dennis gleich in den Sinn“, erzählt der Westfalia-Spielertrainer. Eine Fingerverletzung von Stammkeeper Florian Prause, zugezogen beim Aufwärmen vor dem Testspiel gegen Vorwärts Wettringen, trieb Yavuzaslan kurzzeitig den Schweiß auf die Stirn. „Ein Bänderriss, auch die Kapsel scheint betroffen“, berichtet er über seinen jungen Schnapper. „Flo wird einige Wochen ausfallen.“

Mit dem Anruf bei seinem alten Weggefährten zauberte Engin Yavuzaslan eine prima Lösung aus dem Hut. „Damit haben wir einen ganz erfahrenen Torwart für unsere junge Mannschaft“, freut er sich über die Zusage. „Von ihm können auch unsere jungen Torhüter noch viel lernen.“ Denn Grüger hat eine bewegte Torwart-Laufbahn hinter sich: Mit Arminia Bielefeld II schaffte er 2004 den Aufstieg in die Regionalliga, damals noch die dritthöchste Spielklasse – und das ausgerechnet drei Zähler vor dem VfL Bochum II mit Engin Yavuzaslan, den die Bielefelder am letzten Spieltag noch vom Sockel stießen. In der Folge stand Grüger unter anderem beim SC Paderborn II, dem FC Gütersloh und dem VfB Hüls zwischen den Pfosten, schaffte mit dem SV Zweckel drei Aufstiege in Folge bis in die Oberliga. Zuletzt spielte er für den Landesligisten FSV Duisburg, ehe er seine Karriere beendete. „Jetzt war ich noch bei den Traditionsmannschaften des VfL Bochum und RW Essen dabei“, erzählt Grüger, der mittlerweile in Elte bei Rheine wohnt. „Ich fühle mich noch fit!“

Das muss er auch sein, denn gleich zur Premiere am kommenden Sonntag kommt eine echte Aufgabe auf ihn zu: Spitzenspiel und Ortsderby auf eigenem Platz gegen SW Holtwick! Solche Herausforderungen liebt Dennis Grüger, mit dem sich die Osterwicker übrigens einen wahren Aufstiegsexperten geangelt haben: Schon acht Mal hat er mit seinen Mannschaften das Kunststück vollbracht – und der 36-Jährige hätte nichts dagegen, wenn mit der Westfalia Nummer neun folgt. „Ich weiß, wie wichtig es Engin ist, sich im Sommer mit dem Aufstieg aus Osterwick zu verabschieden“, lächelt Grüger. „Dazu will ich gerne beitragen.“

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