Bezirksliga: Nach einer farbigen Partie spielen Osterwick und Ahaus 2:2

logo-westline Allgemeine Zeitung Osterwick -uh-. Nach dem Abpfiff kreuzten sich ihre Wege. Mit dem einen Punkt könnt ihr doch leben, meinte Jürgen Lindner, Trainer aus Osterwick. Sooo gut auch wieder nicht, konterte Guido Berlekamp, sein Ahauser Kollege, nach dem 2:2-Unentschieden. Dann sorgte er sich um das Wohlbefinden des Tecklenburger Unparteiischen Maik Echelmeyer. Was war denn bloß mit dem Schiri los, fragte er und schob die Antwort gleich hinterher: Der war ja völlig neben der Spur.

Der Mann in Schwarz machte regen Gebrauch von seinem Kartenspiel. Vier Hinausstellungen, alle in der zweiten Halbzeit ausgesprochen, sind rekordverdächtig. Rot zückte er für den Gäste-Keeper Benedikt Rieps, Gelb-Rot für Christoph Lütke-Bitter, Rot für Daniel Gerstenberger, so dass die Ahauser am Ende nur noch acht Akteure auf dem Rasen hatten und gelb-rot sah auch der Osterwicker Benjamin Steiner in der hektischen Schlussphase.

Nichts deutete in der ersten Hälfte auf derlei Turbulenzen hin. Ausgeglichen war das Spiel bis zur Pause, erklärte Jürgen Lindner ganz treffend, wobei wir noch die besseren Chancen hatten. Daniel Richter (32. Minute) köpfte die Kugel nach Freistoß von Jens Frieling über die Latte, Frank Kerkhoff (35.) scheiterte an Benedikt Rieps, und Ingo Zimmer beförderte einen Gewaltschuss von Ingo Kerkhoff (45.) von der Torlinie ins Aus.

Nach einer Stunde fiel dann aus heiterem Himmel das 1:0 für den Spitzenreiter. Ingo Zimmer (59.) traf mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei ins gegnerische Gehäuse.

Nur eine Minute später kam Dirk Bültbrun auf dem linken Fügel an den Ball. Fabian Meinker versuchte zu klären, doch traf er lediglich ins eigene Netz. Da waren wir eine Minute lang unkonzentriert, tadelte Jürgen Lindner seine Defensive, das darfst du dir gegen so eine Mannschaft wie Ahaus nicht erlauben. 

Aber die Hausherren gaben nicht auf. Frank Kerkoff (62.) köpfte das Leder haargenau ins Eck und ließ dem Ahauser Torwächter Benedikt Rieps keine Abwehrmöglichkeit und verkürzte auf 1:2. 

Benedikt Rieps schlüpfte in der 77. Minute in die Hauptrolle. Den Ball in den Händen, ließ er sich von Ingo Kerkhoff provozieren, trat nach und bekam sofort die rote Karte. Das war absolut dämlich, kritisierte Guido Berlekamp seinen Schlussmann, der die werten Kollegen mit dieser Undiszipliniertheit obendrein mit einem Strafstoß bestrafte. Christoph Lütke-Bitter, in der Vorsaison noch in Osterwick und nunmehr Abwehrchef in Ahaus, regte sich so sehr auf, dass er dem Schiedsrichter einige Takte geigte, die der gar nicht lustig fand. Prompt zeigte er ihm die Ampelfarben: Gelb-Rot. Volker Schmidt ging für Benedikt Rieps in die Bude, den Elfer von Ingo Kerkhoff (78.) konnte er alber nicht halten. 

Die Emotionen kochten hoch. Daniel Gerstenkemper (86.) leistete sich in Höhe der Mittellinie einen Schlag gegen Peter Fedders. Auch er sah Rot. Auf der Gegenseite bekam Benjamin Steiner (88.) Gelb-Rot, so dass das Spielfeld in den letzten Minuten viel zu groß war für die 18 Akteure von ursprünglich 22. 

Westfalia Osterwick Eintracht Ahaus 2:2; Tore: 0:1 Ingo Zimmer (59.), 0:2 Fabian Meinker (60., ET), 1:2 Frank Kerkhoff (62.), 2:2 Ingo Kerkhoff (78., FE). 

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Ringelpiez mit anfassen: Benedikt Rieps (links), Torwächter aus Ahaus und der Osterwicker Benjamin Steiner (rechts) wurden vom Schiri frühzeitig des Feldes verwiesen.
Foto: Allgemeine Zeitung -uh-

 

Eintracht verspielt abermals Führung

logo-westlineWestline Münsterland Zeitung Ahaus -ms-. Ein "Déjà-vu"-Erlebnis ereilte die Eintracht aus Ahaus in Osterwick: Wie schon in der Vorwoche verspielte der Spitzenreiter eine 2:0-Führung und musste sich am Ende mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Ein Doppelschlag nach gut einer Stunde schien die Entscheidung herbeizuführen - ein trügerischer Eindruck, wie sich herausstellen sollte. Zunächst schoss Timo Zimmer zur Führung für die Eintracht ein (59.), Dirk Bültbruns Eingabe wurde nur eine Minute später durch den Osterwicker Meinker ins eigene Tor verlängerte (60.). Per Kopfball verkürzte Frank Kerkhoff wieder nur zwei Minuten später auf 1:2 (62.). In der letzten Viertelstunde übernahm der überforderte Unparteiische das Kommando. Wegen Tätlichkeit schickte er zunächst Eintracht-Keeper Benedikt Rieps - (Foto) - begleitet von Christoph Lütke-Bitter (gelb-rot wegen Meckerns) - vom Platz. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ingo Kerkhoff (76.). In der Endphase folgte der dritte Ahauser Feldverweis gegen Daniel Gerstenberger (Tätlichkeit (85.). Auch Osterwicks Steiner musste den Platz verlassen (88.).