Fußball: VfL Senden hat zuletzt fünf Mal verloren

logo-westlineAllgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Die Bilanz ist ordentlich mit 13 Punkten und jetzt bietet sich für Westfalia Osterwick die Chance, sich in den nächsten beiden Spielen gegen die Kellerkinder der Bezirksliga entscheidend abzusetzen. An Turo Darfeld denke ich noch nicht, schiebt Jürgen Lindner das Derby am 4.November weit weg. Jetzt wollen wir beim VfL Senden bestehen.

Kein leichtes Unterfangen, auch wenn der Aufsteiger aus Senden nach einem guten Start mächtig eingebrochen ist und zuletzt fünf Spiele in Folge verloren hat. Denn Lindner erwartet gerade deshalb ein ganz schweres Spiel: Die müssen unbedingt gewinnen und werden bestimmt ein Feuerwerk abbrennen. Darauf habe er seine Jungs beim Training schon eingestellt.

Die Stimmung ist gut in Osterwick nach dem 1:0-Sieg gegen Ellewick, den sie auch noch in Unterzahl erkämpft haben. Wir haben nicht so großen Druck wie Senden, weiß der Westfalia-Trainer. Aber wenn wir da verlieren sollten, hängen wir auch wieder voll drin.

Verzichten muss Lindner nur auf Michael Eickhoff der Stürmer wird aber mindestens bis Weihnachten ausfallen, nachdem er sich gegen Ellewick bei einem Zusammenprall einen Meniskusschaden zugezogen hat. Schade, denn er ist mit seiner Erfahrung ein wertvoller Mann, erklärt der Trainer. Außerdem fehlt Eike Nonhoff in den letzten beiden Spielen vor Weihnachten, da hätte Michael uns sehr gut getan.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, in Senden.

 

Suche nach der Normalform

logo-westlineWestfälische Nachrichten RALF AUMÜLLER Senden. Der Saisonstart war eigentlich perfekt: Mit 1:0-Siegen gegen den SC Union Lüdinghausen und beim VfL Billerbeck hatte sich der VfL Senden eindrucksvoll in der Fußball-Bezirksliga zurückgemeldet. Beim Aufsteiger herrschte im August berechtigterweise eitel Sonnenschein. Aber das Stimmungsbild hat sich mittlerweile gewandelt.

Seitdem ist nur noch ein Sieg dazugekommen. Die anderen acht Partien hat der VfL verloren. Nach elf Spieltagen liegt das Team mit neun Punkten auf dem vorletzten Platz, einem Abstiegsrang. Die Sendener haben fünf Spiele hintereinander verloren. Sie stellen mit zehn Treffern den schlechtesten Angriff der Liga und mit 25 Gegentoren die zweitschlechteste Abwehr. Grund zur Panik besteht nicht, dafür liegen die Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte noch zu dicht beieinander. Aber: „Die Situation ist kritisch“, sagt Coach Wolfgang Leifken.

Der Meistermacher der vergangenen Saison weiß: „Da kann man als Trainer reden, wie man will, aber der Mannschaft hilft jetzt nur ein Erfolg.“ Denn darin ist sich der 52-jährige Hiltruper ganz sicher: Seine Truppe verkauft sich derzeit weit unter Wert. Sie habe das Zeug, in dieser Liga zu bestehen. „Das hört sich zwar blöd an, wenn man Woche für Woche verliert: Aber außer Borken habe ich bislang keine Mannschaft gesehen, gegen die wir in Normalform nicht mithalten könnten“, sagt Leifken. In Normalform hat das Team zuletzt aber nicht gespielt, auch nicht beim 0:4 am Sonntag bei Vorwärts Epe. „Das war das beste Beispiel“, erklärt Leifken. „Wir spielen 20 Minuten ordentlich mit. Dann passiert ein Fehler, wir liegen 0:1 hinten und der ganze Laden bricht zusammen.“ Das sei in erster Linie ein mentales Problem. „Der beste Psychologe ist der Erfolg“, philosophiert der Coach.

Die Ursachen? „Wir haben eine ganz junge Mannschaft“, sagt er. „Und junge Spieler sind schneller verunsichert als gestandene Bezirksliga-Spieler.“

Bis zum Ende der Hinrunde fordert Leifken neun Punkte von seiner Truppe. Die hat dafür vier Spiele Zeit: Am Sonntag gegen Westfalia Osterwick (derzeit Platz 12), dann bei SuS Legden (7), gegen Eintracht Ahaus (1) und bei Eintracht Stadtlohn (13). Der Trainer hat keine Zweifel, dass seine Jungs ihre Nerven wieder in den Griff bekommen und in die Erfolgsspur zurückfinden. „Die Mannschaft will“, merkt Leifken bei jeder Übungseinheit. „Es gibt keinen Zwist und keine Lustlosigkeiten, alle ziehen voll mit.“ Wie schön sich Siege anfühlen, werden die VfL-Kicker nicht vergessen haben.