Kreisliga A: Pfingstmontag geht es für Westfalia Osterwick und Turo Darfeld um den Meistertitel

Allgmeine Zeitung Von Frank Wittenberg Rosendahl Letzter Spieltag, Derby, Erster gegen Zweiter, Entscheidung um Meisterschaft und Aufstieg – besser geht es nicht! Vor dem Showdown in der Kreisliga A am Pfingstmontag zwischen Westfalia Osterwick und Turo Darfeld ist die Spannung und Vorfreude riesig. Die Trainer üben sich derweil in Gelassenheit.

 Die Ausgangslage: Seit dem zweiten Spieltag steht Westfalia Osterwick an der Tabellenspitze. Um jetzt tatsächlich den Titel zu holen, benötigt die Mannschaft von Tobias Paschert und Mario Worms noch einen Punkt. Bei einem Turo-Sieg wären die Darfelder bei Punktgleichheit wegen des gewonnenen direkten Vergleichs aufgestiegen. „Eigentlich hatten wir schon keine Chance mehr“, denkt Markus Lindner an den zwischenzeitlichen Rückstand. „Jetzt sind wir wieder da und wollen das Spiel auch gewinnen

  • Die Drucksituation: Nein, davon wollen sie auf beiden Seiten nichts wissen. „Druck verspüren wir nicht“, betont Tobias Paschert. „Eher eine gewisse Anspannung, aber die ist gut und richtig und wird bei Turo nicht anders sein.“ In Darfeld, wo etliche Fans am Donnerstag beim Abschlusstraining schon für reichlich Stimmung gesorgt haben, gibt man sich betont locker. „Wir wollten dieses Endspiel“, sieht Lindner das wichtigste Ziel bereits erreicht. Völlig unabhängig vom Ausgang werde anschließend am Sportplatz in Darfeld gefeiert: „Weil wir so schon eine Riesensaison gespielt haben.“
  • Die Favoritenrolle: Bei 40:60 sieht Markus Lindner die Chance seiner Mannschaft, weil dem Gegner ein Unentschieden reicht. „Aber wir haben es drauf“, zeigt er sich überzeugt. „Wir wissen um die Qualität der Osterwicker, haben aber selbst eine erfahrene Mannschaft.“ Tobias Paschert und Mario Worms erwarten ein Spiel auf Augenhöhe. „Auf so ein Spiel kann man sich ja nur freuen“, sagt Paschert.
  • Die Personallage: Wenn die Aussicht auf einen solchen Kracher als Mittel zur Wunderheilung dient, bitteschön. Denn in beiden Mannschaften hat sich das Lazarett rechtzeitig gelichtet. „Pascal Leipelt und Luca Thiäner als Langzeitverletzte fehlen, sonst bieten wir die volle Kapelle auf“, kündigt der Westfalia-Trainer an. Linder hat ebenfalls die Qual der Wahl, denn mit André Uphaus und Sebastian Daldrup haben sich zwei weitere Kicker zurückgemeldet. „So viele Leute im Training“, grinst er. „Da war ich fast überfordert.“
  • Die Besonderheit: Für Markus Lindner ist es nach sechs Jahren das letzte Spiel als Turo-Trainer, sodass er seine Amtszeit mit dem Bezirksliga-Aufstieg krönen könnte. Tobias Paschert erlebt derweil sein zweites Aufstiegsfinale nach dem erfolgreichen Krimi 2015 gegen die SG Coesfeld 06. „Damals als Spieler, jetzt zusätzlich als Trainer“, lächelt er. „Viele bekommen ein solches Spiel wohl nur einmal in der Karriere.“
  • Der gegenseitige Respekt: Beide haben eine Riesensaison hingelegt, da sind sich die Trainer einig. „Der Vorsprung auf Platz drei sagt ja alles“, erklärt Paschert mit Blick auf die Tabelle. Mit der Punktzahl von 71 (Westfalia) beziehungsweise 68 (Turo) wäre in den meisten anderen Ligen der Titel längst eingefahren. „Jetzt wird am Montag eine Mannschaft enttäuscht sein.“ Das bedauert auch Markus Lindner, dessen Team seit Dezember 2019 nur eine einzige Niederlage in Meisterschaftsspielen kassieren musste: „Es ist brutal, dass einer von uns nicht aufsteigt.“
  • Dann wird gespielt: Die Partie wird am Pfingstmontag um 15 Uhr im Westfalia-Stadion in Osterwick (Rasen) angepfiffen. Eine rechtzeitige Anreise wird empfohlen. Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Henrik Jasper, dem an der Linie Gerd Schulte und Marvin Winkler assistieren.