Fußball: Derbysieg zum 30. Geburtstag

Allgemeine Zeitung OSTERWICK (fw). So ganz genau hatte sein Personal den Wunschzettel für das letzte Spiel vor Weihnachten dann doch nicht gelesen. Ein Derbysieg gegen Holtwick stand drauf - erledigt. Als Ergebnis sollte ein 3:0 her - nicht geklappt. „Ein Geschenk an den Gegner haben wir dann doch verteilt", dachte Tobias Paschert an den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, der höchst vermeidbar war. Das Wunschergebnis war dahin, das der Westfalia-Spielertrainer gerne als nachträgliches Geburtstagsgeschenk gesehen hätte. Denn am Nikolaustag ist er 30 Jahre jung geworden - „da hätte ein 3:0 doch ganz gut gepasst."

„Wir hätten gerne einige Punkte mehr. Aber das war ein guter Abschluss.”
Westfalia-Spielertrainer Tobias Paschert

Ernsthaft, Paschert und sein Co-Trainer Jens Frieling waren zufrieden mit dem nächsten Erfolg gegen den Ortsrivalen. Auf das 3:0 in der Hinserie folgte nun das 3:1, das die Verantwortlichen als verdient bezeichneten. „Besonders nach der ersten Halbzeit", stellte Tobias Paschert fest. „Da hätten wir mehr als nur ein Tor schießen müssen." Nach der Pause habe sich dann mehr ein klassisches Derby entwickelt mit mehr Unruhe im Spiel. „Aber insgesamt hatten wir über 90 Minuten die besseren Chancen."

Das war ein guter Abschluss der Hinrunde inklusive der drei schon ausgetragenen Rückrundenspiele. Auf Platz fünf liegt die Westfalia, kann aber im Falle eines Sieges des Nachbarn Turo Darfeld im Nachholspiel gegen SuS Legden noch verdrängt werden. Zwölf Zähler beträgt der Rückstand auf Tabellenführer DJK Coesfeld-VBRS. Eine Menge Holz! „Einige Punkte mehr hätten wir holen müssen", gibt der- Spielertrainer zu, der im Sommer kurzfristig die Verantwortung für das Team übernommen hat. „Aber insgesamt sind wir zufrieden, denn die Jungs ziehen gut mit." Wie die Holtwicker waren auch sie ersatzgeschwächt ins Derby gegangen, denn unter anderem fehlten wichtige Stammspieler wie Timo Mevenkamp, Johannes Sicking und Ulrich Wirtz. Tobias Lanfers und Leon Eggemann nahmen angeschlagen auf der Bank Platz und kamen erst im Verlauf der zweiten Halbzeit ins Spiel.

Umso wertvoller kommt jetzt die Winterpause daher. Am 25. Januar bittet Tobias Paschert seine Mannschaft wieder zum Aufgalopp, zur Vorbereitung auf die Restsaison, die am 1. März mit dem Heimspiel gegen Vorwärts Lette fortgesetzt wird. „Bis dahin werden wir sechs Wochen Pause machen, und zwar richtig", betont der Trainer, der bewusst kein Hallenturnier angenommen hat. „Die Jungs sollen sich auskurieren."