Kreisliga A: Spitzenspiel steigt in Osterwick

Allgemeine Zeitung OSTERWICK (fw). Ein Spitzenspiel bleibt es - Zweiter gegen Erster, das direkte Duell der beiden besten Mannschaft in der Kreisliga A. Dass aber das ganz große Prickeln ein paar Prozent eingebüßt hat, haben sich die Osterwicker selbst zuzuschreiben. „Schade, dass wir die Position verpasst haben, sie mit einem Sieg überholen zu können", bedauert Jürgen Meier. Dennoch bleibe es eine tolle Konstellation, wenn die Westfalia morgen auf den SuS Olfen trifft und mit einem Sieg das Titelrennen spannend halten will.

 

Allein am jüngsten 1:1 bei GW Nottuln II, mit dem seine Mannschaft die Steilvorlage der Offener nicht verwertet hat, will der Trainer es nicht festmachen. „Wir sind insgesamt nach der Winterpause etwas gestrauchelt", gibt er zu. Sechs Punkte lag die Westfalia vor dem SuS, nun sind es vier Zähler Rückstand - „Mittelprächtig" bewertet Jürgen Meier die Bilanz 2019. „Aber wir haben ja auch nie davon gesprochen, dass wir rauf in die Bezirksliga müssen", betont er. „Uns hat auch ein bisschen das Glück verlassen." Hinten resultieren Chancen des Gegners zu häufig zu Gegentreffern, und vorne wollen die Dinger wie zuletzt in Nottuln nicht rein. In den vergangenen drei Spielen haben sie jeweils 1:0 geführt, die Sache aber nie nach Hause gebracht und nur einen Punkt geholt. „Dafür sind wir selbst verantwortlich", weiß Meier. „Wir müssen unsere eigenen Spiele gut gestalten und nicht auf Olfen blicken."

Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Sieg oder auch nur einem Remis wäre der SuS so gut wie durch, zumal das Restprogramm der Olfener mit GW Nottuln II, Brukteria Rorup und Vorwärts Lette nicht völlig unlösbar erscheint. „Wir wollen es aber noch einmal spannend machen", setzt Jürgen Meier darauf, mit einem Sieg den Rückstand auf einen Zähler zu verkürzen. Bartlomiej Kijas (Bänderdehnung) wird ausfallen, der Einsatz von Johannes Sicking ist fraglich. Ansonsten ist alles klar für das große Spitzenspiel, betont der Trainer: „Wir freuen uns riesig auf diese Aufgabe."

| Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Westfalia-Stadion in Osterwick.

Das große Warten hat ein Ende: Westfalia Osterwick empfängt den SuS Olfen zum Topspiel

Ruhrnachrichten.de Nur vier Punkte trennen die beiden Kontrahenten an der Tabellenspitze. Gewinnt also Ligaprimus Olfen, ist der Titelkampf fast schon entschieden. Siegessicher ist man aber auf beiden Seiten. 

Dass die Vorzeichen am Sonntag so sind, hätte in der Winterpause wohl keiner erwartet. Doch nach einer sechs Spieltage langen Siegesserie auf Olfener Seite und nach schon fünf sieglosen Partien der Westfalia ist der SuS am Sonntag um 15 Uhr (Im Kleining, Rosendahl) beim Gipeltreffen der Fußball-Kreisliga A2 Ahaus-Coesfeld tatsächlich Favorit.

Seit dem siebten Spieltag thronte Westfalia Osterwick auf dem Platz an der Ligasonne, spielte eine beeidruckende Hinrunde und erarbeitete sich bis zum Winter einen Vorsprung von sechs Punkten auf Olfen heraus. Im neuen Jahr gelangen dem Primus dann bisher nur zwei Siege und nach der 2:3-Pleite gegen Schöppingen musste der erste Platz an den SuS Olfen abgegeben werden. Trainer Jürgen Meier relativiert dies allerdings: „Wir haben eine unglaublich herausragende Hinrunde gespielt. Dass wir das so nicht durchhalten können, war klar. Noch ist allerdings nichts verloren.“ Nur, dass der Abstand auf die Olfener nun vier Punkte beträgt, ärgert den Coach. „Nachdem Olfen letzten Donnerstag nur Remis gespielt hat, wussten wir, dass wir nun die Chance haben, den Titelkampf wieder richtig spannend zu machen. Wir konnten es allerdings selbst nicht nutzen“, kritisiert Meier.

Die Tendenz spricht für den SuS Olfen

Beim SuS ist man logischerweise mit dem aktuellen Verlauf völlig zufrieden und weist den Druck gerne auf die Gästeseite zurück. „Natürlich werden wir alles geben und wollen unbedingt gewinnen“, so Olfen-Coach Michael Krajczy. „Aber es ist auch klar, dass ein Remis uns mehr hilft als ihnen. Sie brauchen dringend drei Punkte.“ Bei der Punkteteilung gegen Schöppingen war Krajczy mit der ersten Hälfte überhaupt nicht zufrieden, hat dann aber „die vielleicht beste Halbzeit der Saison“ gesehen. Einzig die Chancenverwertung hätte nicht gepasst.

Wieso die Ausgangssituation so ist wie sie ist, begründen beide Trainer unterschiedlich. Jürgen Meier erklärt, „dass bei uns im Winter beide Stammtorhüter abgegangen sind.“ Unter anderem Julian Medding, der im Hinspiel sogar einen Elfmeter hielt. Auf der anderen Seite sagt Michael Krajczy: „Wir haben im Winter einfach die richtigen Gespräche geführt und die passenden Umstellungen gemacht. Dass es so funktioniert, ist klasse.“

Auf das Hinspielremis schauen beide Trainer unterschiedlich. Jürger Meier spricht von einem glücklichen Punktgewinn für Olfen. Die Spielanteile wären eher 60:40 für seine Westfalia gewesen. Krajczy widerspricht dem klar: „Das kann ich so nicht unterschreiben. Wir haben einen Elfmeter verschossen und hatten weitere Großchancen.“

Westfalia Osterwick hofft auf das Glück

Am Sonntag hofft Osterwick wieder „das Quäntchen Glück aus der Hinrunde“ zu haben und kann dafür fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Bartlomiej Kijas und Johannes Sicking fehlen verletzt. Beim SuS muss nur Felix Schröder passen. „Die Jungs brennen und haben Bock auf dieses Spiel“, erzählt Krajczy. „Es wird ein echtes Topspiel!“