Youngster drängen in den Kader

Allgemeine Zeitung OSTERWICK (fw). Falsche Bescheidenheit wollen sie nicht an den Tag legen. Zweimal in Folge sind sie Vizemeister geworden - „in der vergangenen Saison mit 70 Punkten, das ist ja brutal", schüttelt Jürgen Meier den Kopf. Sich hinstellen und sagen, dass sie diesmal mit Platz sechs zufrieden sind, können und wollen sie nicht. Oben mitmischen will die Westfalia wieder. Wie weit oben, das muss sich zeigen.

Drei Abgänge müssen sie verkraften: Spielertrainer Engin Yavuzaslan und Mario Worms, der im Winter aus Stadtlohn gekommen ist, übernehmen das Kommando beim Bezirksligisten DJK Coesfeld-VBRS, Daniel „Doktor" Richter hat aufgehört. Gefüllt werden die Lücken nahezu ausschließlich aus eigenen Reihen. Mit Leon Eggemann, der in der vergangenen Saison schon mitgemischt und getroffen hat, sowie Luca Thiäner, Justin Günther, Laurenz Grüner und Robin Boom rücken fünf Spieler aus der A-Jugend-Meistermannschaft der JSG Osterwick/Darfeld hoch. Ralf Borgert stößt aus der zweiten Mannschaft hinzu, Sebastian Graute, Pascal Leipelt und der lange verletzte Benjamin Raabe packen wieder an. „Wir setzen hier auf eigene Jungs", sagt Meier, der nur einen externen Neuzugang begrüßt: Julian Medding, zuvor bei der DJK Coesfeld-VBRS, stellt mit Florian Prause ein starkes Torwart-Duo.

Schlägt feine Flanken und ist zudem torgefährlich: Florian Richters aus der Offensivabteilung der Westfalia.

Auf ein konkretes Ziel will sich Jürgen Meier nicht festlegen. Oben dabei sein, klar. Und vor allem mit den Jungs  arbeiten und sie weiterentwickeln. „Charakterlich ist das eine einwandfreie Truppe", freut sich der Trainer über die bislang hervorragende Trainingsbeteiligung trotz Beruf und Urlaubszeit. Genau das ist ihm wichtiger als die Ligazugehörigkeit. Eine tolle Anlage, ambitionierte Spieler, dafür nimmt der Sparkassen-Mitarbeiter den Aufwand gerne auf sich, aus Gelsenkirchen anzureisen. Drei Trainingseinheiten in der Woche, nicht typisch für einen A-Ligisten, aber die Spieler selbst wollten es beibehalten. Sie ziehen alle an einem Strang. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist es, die Jürgen Meier in Osterwick immer wieder begeistert: „Und das ist für mich höher einzuschätzen, als drei bis vier Topspieler in den Reihen zu haben."

Kader Westfalia Osterwick 2018/2019

Abgänge: Engin Yavuzaslan, Mario Worms (DJK Coesfeld-VBRS ), Daniel Richter (aufgehört).

Neuzugänge: Julian Medding (DJK Coesfeld-VBRS), Robin Boom, Leon Eggemann, Justin Günther, Laurenz Grüner, Luca Thiäner (alle eigene Jugend), Ralf Borgert (II. Mannschaft).

Tor: Julian Medding, Florian Prause, Tobias Smolinski.

Abwehr: Nils Borgert, Ralf Borgert, Laurenz Grüner, Justin Günther, Lars Knipper Timo Mevenkamp, Tobias Paschert, Tobias Schönnebeck, Johannes Sicking.

Mittelfeld: Robin Boom, Hannes Grams, Sebastian Graute, Bartlomiej Kijas, Jan Kröger, Tobias Lanfers, Florian Richters, Szymon Szmigielski, Luca Thiäner, Niklas Weßeling, Ulrich Wirtz.

Angriff: Leon Eggemann, Luis Lammers, Pascal Leipelt, Benjamin Raabe.

Trainer: Jürgen Meier (neu).

Co-Trainer: Roland Kortüm, Tobias Paschert. Torwarttrainer: Tobias Smolinski.

Betreuer: Christian Vörding.

Westfalia Osterwick will wieder oben mitspielen in der Kreisliga A: (oben von links) Sebastian Graute, Justin Günther, Nils Borgert, Tobias Schönnebeck, Florian Richters, Jan Kröger, Pascal Leipelt; Mitte von links: Co-Trainer Roland Kortüm, Bartlomiej Kijas, Ralf Borgert, Luis Lammers, Benjamin Raabe, Johannes Sicking, Ulrich Wirtz, Hannes Grams, spielender Co-Trainer Tobias Paschert, TrainerJürgen Meier; unten von links: Luca Thiäner, Leon Eggemann, Tobias Lanfers, Tobias Smolinski, Julian Medding, Timo Mevenkamp, Lars Knipper, Szymon Szmigielski; es fehlen: Florian Prause, Niklas Weßeling, Robin Boom, Laurenz Grüner und Betreuer Christian Vörding.