Kreisliga A: Westfalia Osterwick sieht sich als Nr. 1 / Turo Darfeld muss fünf bittere Tore schlucken

Rosendahl. Verdammt stolz war er auf seine Bande. „Nun haben wir klare Verhältnisse geschaffen, wer in Rosendahl die Nummer eins ist“, frohlockte Engin Yavuzaslan nach dem 5:1-Heimsieg über den Ortsrivalen Turo Darfeld, „und das war auch die Quittung für die 3:6-Niederlage, von der hier immer wieder erzählt wird.“ Damals war er noch gar nicht in Amt und Würden, den Trainerjob übte Zoui Allali aus, der einige Wochen später doch noch den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht hat.

Das Resultat, das sicherlich zu hoch ausgefallen ist, war für ihn das pure Vergnügen. „Die Burschen haben gezeigt, was sie drauf haben“, beschrieb der Osterwicker Spielertrainer die feine Vorstellung seiner Belegschaft. „Für unsere jungen Talente freut es mich ganz besonders. Frei und unbekümmert sind sie aufgetreten“, hob er die Nachwuchsgarde hervor, „wir setzen auf den eigenen Stall, auf eigene Hoffnungen, die hier im Verein das Einmaleins des Fußballs erlernen.“ Tobias Wiggers, engagierter Trainer im Jugendbereich, bekam ein Riesenkompliment: „Der Tobi“, unterstrich er, „leistet hervorragende Arbeit.“

Ballsicher: Luis Lammers, Sturmspitze bei Westfalia Osterwick, Tabellendritter der Kreisliga A.	Fotos: Ulrich HörnemannDas Westfalia-Team vertraute hinten auf die beiden erfahrenen Recken, Kapitän Tobias Pascher und Timo Mevenkamp, die den eigenen Sechzehner leer fegten. „Meine Alphatiere“, meinte Engin Yavuzaslan, der im Mittelfeld dirigierte und die Abteilung Attacke mit gescheiten Pässen fütterte.

Markus Lindner, der werte Trainerkollege aus Darfeld, war restlos bedient. Mit einer solchen Abreibung hatte er gewiss nicht gerechnet. „Wir standen von Anfang an recht tief, weil wir die Osterwicker nach Balleroberung auskontern wollten“, erklärte Linder seine taktischen Vorgaben, die allerdings früh durch den umstrittenen Handelfmeter, den Engin Yavuzaslan gewohnt sicher verwandelte, über den Haufen geworfen wurden, „das war aber kein Elfer.“
Der baldige Ausgleich, den Carsten Daldrup markierte, hätte die Darfelder Aktionen eigentlich beruhigen müssen. Doch kurz darauf lagen sie erneut zurück, als Tobias Lanfers von einem Abwehrschnitzer profitierte. „Über die Gegentreffer müssen wir reden“, kündigte Markus Lindner an, „das Ergebnis täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg.“ So schwach, wie man bei einer 1:5-Pleite glauben könnte, war seine Mannschaft nicht. „Mit den letzten acht Minuten“, moserte Lindner, „war ich überhaupt nicht einverstanden.“ Leon Eggemann nutzte die kollektive Auszeit zu zwei Buden. „Sonst haben wir alles rausgehauen“, lobte er den Einsatz seiner Kadetten, „mehr ging nicht.“

Abgehoben: Gjemajl Perzhollaj (links) ist einen Tick schneller am Ball als Florian Richters, der Zehner aus Osterwick.