Ehemaliger Ascheplatz der Westfalia wird langsam richtig "saftig grün" / Bahnen schon fast verlegt

Westline/Allgemeine Zeitung 15.06.07 -hjb- Osterwick . Auf dem Platz rollt die vier Meter breiten Bahnen zwar ein kleiner Trecker ab, aber sonst ist es fast so wie Teppich verlegen im Wohnzimmer das Verlegen des Kunstrasens für die Osterwicker Westfalia. Wir hoffen bis zum Wochenende die Linien fertig zu kriegen, sagt Thomas Güttler, Vorarbeiter der Firma Weitzel aus Torn esch bei Pinneberg (Hamburg). Dann wird es aber noch einmal ernst, die 65-Meter-langen Bahnen müssen miteinander verklebt werden. Und das braucht Sonne, sagt Güttler. Ein Tag Regen, zwei Tage Pause bis alles wieder richtig trocken ist.


Insgesamt wird der Platz wohl Ende nächster Woche fertig, hofft Westfalia-Vorsitzender Dieter Wilger und freut sich, dass man damit exakt im Zeitplan liegt. Danach kommt dann aber für uns noch ganz viel Arbeit, so Wilger. Heute fangen wir ab 15 Uhr mit dem Setzen des Zaunes um das Spielfeld an. Dann müssen noch Meter gepflastert werden. Unter anderem ein Weg, um Fußgängern weiter den Zugang vom Kleining zum Hauptplatz zu ermöglichen.

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Der Trecker holt die 65-Meter Bahnen (Spielfeldbreite) - 25 an der Zahl ab "Früher mussten wir das noch von Hand machen", erinnern sich die Verleger nur zu gut.
Foto: Allgemeine Zeitung -hjb-

 

Jetzt ist aber erst einmal Thomas Güttler mit seinen acht Kollegen am Zuge. Mit dem Ausrollen des Rasens auf der 3,5 Zentimeter dicken so genannten elastischen Tragschicht sie wird aus geschredderten Autoreifen, Split und Kleber hergestellt ist es ja nicht getan. Die Bahnen werden mit der Richtschnur ausgerichtet und dann mit Hilfe von einem Flies, das unter die auf Stoß verlegten Kanten der Bahnen gebracht wird, zusammengeklebt. Schwimmend, wie der Fachmann sagt. Güttler: So wird verhindert, dass der Rasen mit der Tragschicht verbunden wird. Dann kann sich der Rasen mit seinen vier Zentimeter langen Grashalmen noch ausdehnen und bewegen.

Im Anschluss wird mit einen Fahrzeug Quarzsand auf den Rasen aufgebracht. 24 Kilogramm auf den Quadratmeter. Zum einen, damit sich die Phase (Grashalm) aufstellt, zum anderen, damit der Teppich beschwert wird, erklärt der Fachmann, der mit seinen Jungs im Jahr zwischen 16 und 18 Plätzen macht. Zum Guten Schluss wird das Gummigranulat sechs Kilogramm pro Quadratmeter aufgebracht. Das verhindert die früher immer gefürchteten Brandwunden. Wer jetzt noch sagt, er habe sich verbrannt, der soll Tischtennis spielen. Es geht nicht, lacht Güttler.

 

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Mit Zangen werden die Bahnen dann von Hand gerichtet und auf Stoß verlegt.
Foto: Allgemeine Zeitung -hjb-