Westline/Allgemeine Zeitung 04.04.07 -fw- Rosendahl Die Betroffenheit hält sich in Grenzen. Auch wenn nach all den Jahrzehnten wohl kein Fußballspiel mehr auf dem ehrwürdigen Ascheplatz angepfiffen wird. Damit können wir ganz gut leben, umschreibt der Turo-Vorsitzende Herbert Kortüm den Abschied ohne Schmerz es geht los! Nächste Woche in Osterwick und kurz darauf in Darfeld rollen die Bagger an: Die rote Asche verwandelt sich bis zum Sommer in grünen Kunstrasen.


In Osterwick haben sie bereits in die Hände gespuckt. Der erste Teil der Eigenleistungen ist abgeschlossen, erzählt Dieter Wilger. Gemeinsam mit bis zu 25 Helfern aus der Jugendfußball- und andere Abteilungen hat der Westfalia-Vorsitzende am Ascheplatz aufgeräumt: Stankette entsorgt, Randkantensteine ausgebuddelt. Jede Menge Handarbeit, lächelt Wilger, der sich auch auf die maschinelle Unterstützung von einigen Landwirten und der Firma Schräder verlassen durfte. Toll, wie schnell das gelaufen ist, freut sich der Vorsitzende. Auch wenn es Blasen an den Händen gegeben hat.

Weil am kommenden Dienstag oder Mittwoch die Baumaschinen anrollen, können die Fußballer den Ascheplatz nicht mehr benutzen. Wir haben den Trainingsbetrieb aufgeteilt, bittet Dieter Wilger um Verständnis, dass die Herren Kicker bis zur Fertigstellung des Kunstrasens mit Einschränkungen leben müssen. Denn alle Teams seien nicht auf dem Rasenplatz unterzubringen. Teilweise wird auf dem Tartanplatz an der Sporthalle trainiert, teils auch auf dem Bolzplatz im Wiedel und sogar auf dem Hundeplatz des DVG werden Jugendkicker für den nötigen Biss üben. Bis zur Sommerpause wird das ein Notprogramm, so Wilger. Aber jeder sieht ein, dass es so sein muss.

Probleme, die die Darfelder nicht haben. Mit unseren zwei Rasenplätzen lässt sich der Trainingsbetrieb sehr gut regeln, erklärt Herbert Kortüm. Bei Turo werden die Arbeiten drei Wochen zeitversetzt laufen deshalb sind auch erst in der kommenden Woche die ersten Eigenleistungen geplant. Am 13. und 14.April werden wir starten und Platz schaffen für die eigentliche Baumaßnahme, kündigt der Turo-Vorsitzende an. Die Bandenwerbung muss entfernt und eingelagert werden, damit sie nach Fertigstellung des Kunstrasens bei Bedarf wiederverwendet werden kann. Auch die Stankette müssen weichen.

Der Großteil der Eigenleistungen steht für beide Vereine ab Mitte Juni beziehungsweise Anfang Juli an, wenn nach Fertigstellung des Platzes die Umfeldgestaltung angesagt ist. Für die Bauleitung sind in beiden Vereinen Teams gebildet worden in Osterwick nehmen Michael Galle und Gisbert Pöhlker die Koordination in die Hand, in Darfeld Rudi Wevers und Berni Kortüm. Sorge, dass sie nicht genügend Helfer finden könnten, haben beide Vereinsvorsitzenden nicht, ganz im Gegenteil. Herbert Kortüm: Die Bereitschaft ist schon im Vorfeld groß. Mit der Aussicht, dass sich die ungeliebte Asche in gepflegten Kunstrasen verwandelt, versuchen sich die Herren Fußballer gerne in Handarbeit.