Westline/Allgemeine Zeitung 11.09.06 Osterwick -fw- Mit dem Finanzierungsmodell für die geplanten Kunstrasenplätze in Osterwick und Darfeld muss sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag (14.9.) beschäftigen. Dabei wird im Mittelpunkt stehen, wie der Gemeindeanteil von insgesamt 580000 Euro aufgebracht werden kann. 250000 Euro waren bereits im Haushalt 2006 für die Sanierung der Ascheplätze veranschlagt. Abzüglich der 8000 Euro für bisher erfolgte Ingenieurleistungen verbleiben noch 242000 Euro und damit ein Betrag von zusätzlichen 338000 Euro. Die Verwaltung schlägt vor, dafür zunächst eine bestehende Verpflichtungsermächtigung von 250000 Euro aus dem Produkt Wasserversorgung zu verwenden. Die Deckung der weiteren 88000 Euro soll durch Mehreinnahmen aus dem Verkauf von Baugrundstücken, besonders in Haus Holtwick, erfolgen. Die öffentliche Sitzung beginnt am Donnerstag um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.


Grundsätzlich ja - Jetzt hängts am Geld

Westline/Allgemeine Zeitung 09.09.06 Osterwick -fw- Jetzt hängt alles am Geld. Die Kunstrasenplätze in Osterwick und Darfeld sollen möglichst gebaut werden, dafür sprach sich der Sportausschuss einstimmig aus. "Aber entscheidend wird der Finanzbericht sein", stellte Martin Schröer (CDU) fest. Wünschenswert sind die beiden Fußballlätze, dem wollte niemand widersprechen. Im Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Donnerstag (14. 9.) muss sich allerdings zeigen, ob der Wunsch auch finanzierbar ist.

Betriebswirtschaftlich brine der Neubau eine Ersparnis für die Gemeinde, machte Fachbereichsleiter Erich Gottheil deutlich: "Wir sparen bei Kunstrasen rund 20 400 Euro im Jahr." Vor allem, weil die Vereine Westfalia und Turo selbst die Pflege der Anlage übernehmen wollen. Dem gegenüber steht aber ein Investitionsanteil der Gemeinde von insgesamt 580 000 Euro - 290 000 Euro pro Platz. "Das ist eine Menge Geld", stellten Martin Schröer und Werner Wünnemann (SPD) übereinstimmend fest, wobei Schröer darauf hinwies, dass eine Sanierung der Ascheplätze ohnehin umgehend erfolgen müsse: "Dann bleiben noch Mehrkosten von etwa 100 000 Euro pro Kunstrasenplatz."

Von den "zwei Herzen in der Brust", die Werner Wünnemann ansprach, schien das größere bei den meisten Ausschussmitgliedern für den Kunstrasen zu schlagen. "Meine Tendenz geht zum Neubau, denn ein geregelter Spielbetrieb ist in allen drei Orten kaum möglich", erklärte der SPD-Vertreter. Und auch Christa Haßler (CDU) merkte an, dass ein Kunstrasen die eigenen Jugendlichen am Ort halten könne: "Die wechseln wegen der schlechten Bedin gungen bei uns ja schon in andere Sportvereine." Die Gemeinde müsse für Jugendliche und Familien attraktiv bleiben, forderte auch Birgit Klostermann als sachkundige Bürgerin der WIR. "Aber das Problem ist die Finanzierung - wir können nicht über unsere Verhältnisse leben."

Genau das bereite allen Bauchschmerzen, räumte Bürgermeister Franz-Josef Niehu es ein. "Aber es muss gehandelt werden, es geht nicht anders." Spätestens wenn die feuchte Witterung einsetze, gehe nichts mehr. "Und dann ist es besser, es gleich in beiden Orten zu machen." Über die Finanzierungsmöglichkeiten soll nun im Hauptausschuss beraten werden. Einstimmig traf der Sportausschuss die Grundsatzempfehlung, so weit wie möglich den Umbau in Kunstrasen durchzuführen und falls finanzwirtschaftlich machbar das auch gleichzeitig bereits im kommenden Jahr anzupacken.

Blieb die Frage, was mit dem dritten Ascheplatz in der Gemeinde ist. "Werden die Holtwicker auch einen Antrag stellen?", fragte Birgit Klostermann. Dann müsse man sehen, wie man damit umgehe, betonte Erich Gottheil: "Ich habe aus, Gesprächen immer mitgenommen, dass der Holtwicker Ascheplatz im Vergleich zu Osterwick und Darfeld noch der Beste ist."

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Fußball auf-Asche bei schwierigen Bedingungen soll möglichst bald der Vergangenheit angehören - Eike Nonhoff (rechts) und die Fußballer hoffen auf Kunstrasen.

Vereine helfen mit

Rund 30 Prozent der Kosten übernehmen

Westline/Allgemeine Zeitung 09.09.06 Osterwick -fw- 406 000 (Darfeld) beziehungsweise 410 000 Euro (Osterwick) soll der Umbau der Ascheplätze in Kunstrasen kosten. Für beide Plätze sieht die Gemeinde einen Investitionszuschuss von je 290 000 Euro vor. "Rund 30 Prozent der Kosten müssten also von den Sportvereinen erbracht werden", erläuterte Fachbereichsleiter Erich Gottheil. Das geschehe einerseits durch Eigenleistungen in der Umfeldgestaltung, andererseits durch Sponsoring, oder Darlehen. Für maximal 50 000 Euro Darlehen solle, so der Vorschlag, die Gemeinde 50 Prozent der Zinsbelastung übernehmen - rund 500 Euro im Jahr. "Wir wollen alle Chancen ausnutzen, den Sportvereinen den Umbau möglich zu machen", so Gottheil, der auf ein faires Miteinander setzt. Letztlich sei ein Kunstrasen für die Sportvereine wesentlich effektiver und für die Gemeinde betriebswirtschaftlich sogar etwas günstiger.

Durchführungsmodell Kunstrasen

Folgende Eckpunkte sollen beim Bau der neuen Kunstrasenplätze gelten:

  • Sportverein wird Pächter der Sportanlage.
  • Sportverein ist Maßnahmeträger.
  • Gemeinde gewährt einmaligen Investitionsanteil von 290 000 Euro.
  • etwaige Mehrkosten trägt der Sportverein.
  • Kostensenkung führt zur Darlehensreduzierung
  • Zinsersparnis für die Gemeinde.
  • Gemeinde übernimmt 50 Prozent der Zinsbelastung für ein Vereinsdarlehen von maximal 50 000 Euro - damit Sicherstellung der Zwischenfinanzierung für LSB-Darlehen.
  • Erstellung Umfeld Kunstrasenplatz durch Sportverein in Eigenleistung.
  • Gemeinde stellt Bürgschaft für Vereinsdarlehen bis max. 80 000 Euro.
  • laufende Unterhaltung und Pflege übernimmt. Sportverein.
  • Kosten für Sanierungs- und Instandsetzungsbedarf trägt Gemeinde.

Kunstrasen heute Thema im Ausschuss

Westline/Allgemeine Zeitung 07.09.06 Osterwick -fw- Mit der Sanierung der beiden Ascheplätze in Osterwick und Darfeld beschäftigt sich der Ausschuss für Sport, Kultur, Familien und Soziales heute Abend erneut diskutieren die Kommunalpolitiker über den Wunsch der Sportvereine Westfalia und Turo, die Plätze in Kunstrasen umzuwandeln. Auch die Gemeindeverwaltung favorisiert diese Maßnahme eine Sanierung der Anlagen sei ohnehin notwendig, mit der Investition in Kunstrasen könne für die Gemeinde ein finanzwirtschaftlicher Vorteil von rund 20000 Euro im Jahr erreicht werden, da die Pflege dann künftig von den Sportvereinen selbst übernommen wird. Die wollen sich auch mit Eigenleistungen in den Neubau einbringen. Die Gemeinde will sich an den Kosten des Umbaus von 406000 Euro (Darfeld) beziehungsweise 410000 Euro (Osterwick) mit jeweils 290000 Euro beteiligen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.