Westfalias-Kunstrasen gestern feierlich eingeweiht / Lob für beeindruckendes Engagement

logo-westline Osterwick -fw-. Zwischenzeitlich drohte die feindliche Übernahme. Als Dieter Wilger zu den Versteigerungsgeboten aufrief, ließen sich auch die Gäste nicht lumpen und so sah es tatsächlich danach aus, als würde der Mittelpunkt des Westfalia-Kunstrasens symbolisch nach Billerbeck oder Darfeld gehen. Darf das sein?, fragte der Vorsitzende in die Runde. Darf nicht: Gisbert Pöhlker war der letzte von zahlreichen Bietern, der einen Fünf-Euro-Schein in den Topf warf und ersteigerte die Mitte des neuen Platzes für seinen Vater: Westfalia-Urgestein Tönne Pöhlker.

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Freuen sich riesig über viel bessere Trainingsbedingungen: die F1-Kicker der Westfalia
Foto: fw Allgemeine Zeitung

Ein unterhaltsamer Abschluss einer Einweihungsfeier auf dem neuen Kunstrasen-Sportplatz, bei der gestern Verantwortliche und zahlreiche Gäste mit der Sonne um die Wette strahlten. Ich bin stolz, Vorsitzender dieses Vereins zu sein, rief Dieter Wilger in die große Runde. Damit bezog er sich auf die beeindruckenden Eigenleistungen, die die Mitglieder bei der Erstellung des Platzes einmal mehr erbracht hätten. Vor Muskelhypotheken schreckt Westfalia nie zurück, betonte er. Unser Vereinsmotto Zukunft durch Gemeinsamkeit hat sich hier wieder einmal bestätigt.

Dabei erinnerte Wilger durchaus an die schwierigen Vorbereitungen. Dass ein solches Projekt auch in Zeiten leerer Kassen umgesetzt werden kann, grenzt fast an ein kleines Wunder, ließ der Vorsitzende nicht außen vor, dass alle Beteiligten zunächst Bauchschmerzen gehabt hätten. Dennoch sei die notwendige Investition in Osterwick und Darfeld geschultert worden und in dieser Hinsicht richtete Wilger einen ganz besonderen Dank nicht nur an die vielen Sponsoren Firmen, Gruppen und Einzelpersonen , sondern vor allem auch an Fachbereichsleiter Erich Gottheil: Dank seiner umfangreichen Berechnungen konnte sich auch der Gemeinderat mit großer Mehrheit für dieses Projekt entscheiden.

Das Engagement der Mitglieder stellte auch Bürgermeister Franz-Josef Niehues lobend heraus. Immer wieder werde er von Bürgermeisterkollegen gefragt, wie die Umsetzung von gleich zwei Plätzen in der Gemeinde möglich sei wir schaffen das mit gut funktionierenden Sportvereinen und engagierten Bürgern, lieferte Niehues die Erklärung. Die Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung sowie den Rosendahler Sportvereinen sei schon längst ein Erfolgsmodell. Und in diesem Fall sei es auch eine dringend notwendige Aktion gewesen: Die Trainingsbedigungen verbessern sich gerade für unsere Kinder und Jugendlichen deutlich.

Nach dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Hubert Hambrügge nutzten mehrere Gäste die Gelegenheit, der Westfalia zu ihrem neuen Kunstrasen zu gratulieren. Dazu zählte auch Herbert Kortüm, Vorsitzender des Nachbarvereins Turo Darfeld, der in Kürze eine ähnliche Einweihungsfeier leiten darf: Die anfänglichen Bauchschmerzen dürften mittlerweile nur noch ein leichtes Ziehen sein, stellte er das lohnende Projekt für ganz Rosendahl heraus. Und spätestens, wenn wir unseren Kunstrasen in Darfeld ebenfalls einweihen, dürfte aus dem Ziehen sogar ein Kribbeln der Freude werden.

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Der Mittelpunkt des neuen Kunstrasens ist symbolisch vergeben an Tönne Pöhlker: Westfalia-Vorsitzender Dieter Wilger (2. v.l.) und den Vorstandsmitgliedern Lieschen Schönnebeck (3 v.r.) Bernhard Wensing (2 v.r.) und Rainer Kliegel (rechts mit Pöhlkers Enkel Keke Epping (links) und Gisbert Pöhlker, die für das Urgestein gesteigert haben
Foto: fw Allgemeine Zeitung