Jugendfußball: Tobias Wiggers bringt die C I von Westfalia Osterwick auf Kurs / Halbfinale haarscharf verpasst

Allgemeine Zeitung Osterwick (fw). In der Endabrechnung fehlte ein mickriges Törchen. Ein einziger Treffer, den die punktgleichen Kontrahenten SV Gescher und SW Holtwick besser waren – mit dem knappsten aller Abstände verpasste die C I von Westfalia Osterwick beim eigenen Hallenturnier das Halbfinale und damit das ersehnte Podium.

So ärgerlich das Vorrunden-Aus auch war, der Fokus liegt ohnehin auf der Rückrunde. „Wir wollen als Aufsteiger den Klassenerhalt schaffen“, gibt Tobias Wiggers das Ziel aus. Auf Platz acht haben die Osterwicker die Hinrunde abgeschlossen, mit vier Punkten Vorsprung auf die vier Abstiegsränge. Noch eine knappe Sache, aber Wiggers hat ein gutes Gefühl: „Die Jungs spielen gut miteinander“, sagt der 23-Jährige, der mit Christopher van Deenen und Michael Galle für das Team verantwortlich ist. „Das ist das Wichtigste.“

Zwei große Ziele verfolgt Tobias Wiggers für das Jahr 2016: den Klassenerhalt mit der C I und die B-Lizenz. Für diesen Trainerschein hat er in der vergangenen Woche den Eignungstest bestanden und wird ab August insgesamt drei Wochen in der Sportschule Kaiserau verbringen. Mit der B-Lizenz könnte er anschließend Seniorenteams bis zur Oberliga trainieren und im Jugendbereich bis zur zweithöchsten Spielklasse – diese Ambitionen verfolgt Wiggers aber nicht. „Ich möchte eher als Multiplikator für die vielen jungen Trainer in der Westfalia-Jugendabteilung dienen“, kündigt er an. Die C-Jugend will er weiterhin selbst trainieren und dann mit vielen Tipps und Lehrgängen dafür sorgen, dass die ehrenamtlichen Jugendtrainer vor Ort gut ausgebildet werden.

Sein eigenes Personal hat er bisher prima auf Kurs gebracht. Nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer stehen die Chancen gut, den Platz in der A-Liga zu sichern. Heute legen sie auf dem Platz mit der Vorbereitung auf die Rückrunde los, die am 20. Februar mit einem Heimspiel gegen Vorwärts Epe startet. „Das ist gleich bein echter Maßstab“, hat Tobias Wiggers, der selbst in der zweiten Westfalia-Mannschaft gegen den Ball tritt, Respekt vor dem Tabellendritten. Aber der Teamgeist kann Berge versetzen. Denn der Zusammenhalt passt in der Mannschaft, die am Samstag mit dem stolzen Kader von 15 Spielern aufgelaufen ist: „Gerade beim eigenen Turnier sollen alle kicken.“