Ausschus muss sich heute mit Sanierung der Ascheplätze in Darfeld und Osterwick beschäftigen

Westline/Allgemeine Zeitung 07.06.06 Osterwick -fw- Grüner Kunstrasen statt rote Asche, das ist nicht nur der Traum aller Fußballer, sondern auch der dringliche Wunsch der Sportvereine Westfalia Osterwick und Turo Darfeld. Und es könnte auch eine Lösung des Problems der ständigen Uberstrapazierung der bestehenden Plätze sein, erläutert Erich Gottheil. "Kunstrasen ist erheblich belastbarer", betont der Leiter des Fachbereiches Zentrale Dienste und Immobilienmanagement in der Gemeindeverwaltung. Mit dem Thema Platzsanierung muss sich der Ausschuss für Sport, Kultur, Familien und Soziales in seiner heutigen Sitzung beschäftigen.


Das Problem ist nicht nur den Fußballern in Osterwick und Darfeld schon lange bekannt: Die beiden Ascheplätze aus den Jahren 1968 (Darfeld) und 1975 (Osterwick) präsentieren sich häufig in sehr schlechtem Zustand und müssen dringend saniert werden. In diesem Zusammenhang äußerten beide Vereine den "dringenden Wunsch", über eine Umwandlung in Kunstrasenplätze nachzudenken. Nach vorläufigen Berechnungen des Planungsbüros Brinkmann und Deppen aus Sassenberg würde eine Sanierung des Ascheplatzes in Darfeld ohne Eigenleistungen und finanzielle Beteiligung der Sportvereine 199 000 Euro kosten, die Sanierung in Osterwick 178 000 Euro. Veranschlagt sind im Haushalt 2006 insgesamt 250 000 Euro. Eine Umwandlung in einen Kunstrasenplatz würde in Darfeld 406000 Euro kosten; in Osterwick 410 000 Euro.

Zahlen, die sich anders darstellen, wenn die betriebswirtschaftlichen Gesamtkosten pro Jahr unter die Lupe genommen werden, erläutert Gottheil. "Im Falle des Baus eines Kunstrasens wollen die Sportvereine die laufende Unterhaltung und Pflege dauerhaft übernehmen." Das sei durch den besonderen fachtechnischen und witterungsabhängigen Aufwand bei Ascheplätzen nicht möglich. Folglich seien die jährlichen Gesamtkosten pro Kunstrasen - bislang ohne Eigenleistungen der Vereine gerechnet - mit etwa 25600 Euro sogar fast 3000 Euro geringer als bei einer Sanierung der Ascheplätze. "Gerade auch bei der Angleichung des Geländes könnten die Mitglieder der Sportvereine ihre eigene Kraft einbringen", so der Fachbereichsleiter.

Und noch ein Faktor sei wichtig, verdeutlicht Erich Gottheil: In beiden Ortsteilen werden Asche und Rasen erheblich mehr genutzt als es die nach allgemein anerkannten Regeln der Technik ermittelten "maximal zulässigen" Nutzungsstunden hergeben. "Wenn die Anlagen weiter so über Gebühr beansprucht werden, sind auch gerade bei den Rasenplätzen Folgesanierungen zu befürchten", so Gottheil. Zumal die ausgiebigen Nutzungszeiten in den kommenden Jahren trotz des demographischen Wandels noch nicht zurückgehen würden. Ein Kunstrasen sei derweil praktisch rund um die Uhr zu bespielen.

Mit diesem Thema und unter anderem mit, dem Kulturprogramm 2007 und der Fortführung der Kulturkarte muss sich der Ausschuss heute ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses beschäftigen.