Neue Kunstrasen-Plätze in Darfeld und Osterwick sind spielbereit

Allgmeine Zeitung Von Leon Seyock Osterwick/Darfeld Diese Frage scheint beinahe eine rhetorische zu sein. „Muss der Kunstrasen auch mal bewässert werden?“, fragt Herbert Kortüm, Erster Vorsitzender von Turo Darfeld. Kevin Norek von der Firma Domo Sports Grass nickt kräftig. „Zumindest ist es an heißen Tagen für die Spieler angenehm“, gibt er am Donnerstagabend den Vertretern von Turo Darfeld, Westfalia Osterwick und der Gemeinde einen Tipp mit auf den Weg.

In den vergangenen vier Wochen wurden die Kunstrasenplätze in Darfeld und Osterwick erneuert (wir berichteten). Die Arbeiten sind bis auf den Abtransport des alten Teppichs beendet, und Norek von der ausführenden Firma war nun gekommen, um mit den Verantwortlichen die Flächen in Augenschein zu nehmen und ihnen Hinweise zur Nutzung und Pflege zu geben.

Saftgrün präsentiert sich der Kunstrasen im Westfalia-Stadion, auch wenn er einige braune Stellen aufweist. „Das kommt von dem Starkregen der vergangenen Tage, der Kork wird dann aufgeschwemmt“, erklärt Norek. Die Verfüllung mit Kork ist im Übrigen neu – vorher bestand diese, so wie am Kunstrasenplatz in Holtwick, aus feinem Granulat. Neue Plätze mit diesem Granulat zu verfüllen wurde allerdings EU-rechtlich verboten, sodass nun in beiden Ortsteilen der umweltfreundlichere Kork zum Einsatz kommt. „Für den Spielfluss macht das aber keinen Unterschied“, so Norek.

Seine wichtigste Bitte an diesem Abend: „Nicht immer nur eine Ecke des Spielfeldes nutzen, beispielsweise beim Aufwärmen“, sagt er. Denn das sei in der Vergangenheit der Fall gewesen, wie an den jetzt abgetragenen Teppichen auch zu sehen gewesen sei. Auch die mobilen Tore sollten in Zukunft häufiger zum Einsatz kommen, um den Platz gleichmäßig zu belasten.

Einmal wöchentlich müssten die Flächen gepflegt werden, dies obliegt weiterhin den Sportvereinen. Eine Tiefenreinigung, die etwa einmal im Jahr durchgeführt werde, übernehme der Bauhof der Gemeinde. Zum regelmäßigen Abschleppen der Felder benötige es noch das entsprechende Werkzeug, „einen Lederschuh behandelt man anders als einen Turnschuh“, vergleicht Bürgermeister Christoph Gottheil. Die wöchentliche Pflege müsse sein, da durch den Trainings- und Spielbetrieb die Halme zu Boden gedrückt werden würden, zudem werde etwa durch plötzliches Abbremsen beim Sprint der Kork – „das Infill“, wie Kevin Norek sagt – verschoben. „Durch das Schleppen greift man ins Infill ein und richtet auch die Halme wieder auf“, weiß der Vertreter von Domo Sports Grass.

Ein „interaktives Handeln“ wünscht sich Gottheil zwischen den Vereinen, der Gemeinde und der Firma, die weiterhin bei Fragen zur Verfügung stehen will. Auch die Trainer sollen in den kommenden Tagen entsprechende Einweisungen bekommen, bevor auf dem neuen Grün gekickt werden kann. „Wir möchten schließlich eine möglichst hohe Langlebigkeit der neuen Kunstrasen-Plätze erreichen“, so Bürgermeister Gottheil.