Alexandra Fehmer ist Kinder- und Jugendschutzbeauftragte bei der Westfalia Osterwick

Allgemeine Zeitung von Julia Mühlenkamp Osterwick. Der Sportverein ist für viele Kinder und Jugendliche ein fester Bestandteil ihres Lebens. Turniere, Mannschaftsfahrten und Ferienfreizeiten machen aus dem gemeinsamen Sport mehr als nur ein Hobby. Damit es für alle ein positives Erlebnis bleibt, hat sich die Westfalia Osterwick dazu entschlossen, eine Kinder-und Jugendschutzbeauftragte zu etablieren. 

Dieser Aufgabe hat sich Alexandra Fehmer angenommen – seit mehr als sechs Jahren ist sie als Vertrauensperson nicht nur direkte Ansprechpartnerin für die Kinder und Jugendlichen, sondern hat auch ein offenes Ohr für die Anliegen der Kollegen im Verein. Damit ist ihr Amt das Bindeglied zwischen Mitgliedern und Vorstand.

„Als Dieter Wilger mich gefragt hat, ob ich dieses Amt übernehmen will, musste ich nicht lange überlegen“, erzählt Alexandra Fehmer, die selbst als Übungsleiterin bei Westfalia tätig war. Für sie geht es dabei aber nicht nur um die Prävention von sexuellen Übergriffen.

„Für mich ist es ein Qualitätsversprechen, dass wir uns für das Wohlbefinden unserer Schutzbefohlenen stark machen. Dazu gehört vor allem, dass sich die Kinder bei uns sicher fühlen und keine Situationen entstehen, die beispielsweise die Intimsphäre der Kinder verletzen. Die Prävention von Alkohol- oder Zigaretten-Missbrauch gehört für uns ebenso dazu wie die Vermittlung von Teamgeist, Fairness, Achtung und Respekt im Umgang miteinander“, beschreibt Alexandra Fehmer ihren Aufgabenbereich.

Um sicherzugehen, dass sich alle Trainer, Übungsleiter und Betreuer ihrer Verantwortung bewusst sind, hat der Verein einen Ehrenkodex eingeführt, den jeder unterschreiben muss, bevor er seine Tätigkeit ausüben darf. Auch das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis ist Voraussetzung für eine Tätigkeit im Kinder- und Jugendbereich bei der Westfalia Osterwick.

„Man muss schon wissen, worauf man achten muss, ein Auge dafür haben, dass heikle Situationen gar nicht erst entstehen. Natürlich machen Kinder auch mal anzügliche Bemerkungen untereinander. Das muss nicht immer ernst sein. Wenn aber eines der Kinder zum Opfer wird, ist rechtzeitiges Eingreifen erforderlich. Dafür sind wir alle durch Fortbildungen mit Referenten vom Kreissportbund sensibilisiert worden,“ so Fehmer.

Bis jetzt habe sie erfreulicherweise noch keine Situation erlebt, in der sie einschreiten musste. Dennoch sei es wichtig, dieses sensible Thema nicht unter den Tisch fallen zu lassen. „Es ist ein absolutes Vertrauensverhältnis zwischen den Kindern und den Betreuern. Das ist ein Prozess, der immer mitläuft“, ergänzt Fehmer und hofft, dass sie auch in Zukunft mehr im Hintergrund tätig bleiben kann.