Fachausschuss stimmt Maßnahme zu

Allgemeine Zeitung Von Manuela Reher Osterwick. Grünes Licht hat der Sport-, Kultur-, Familien- und Sozialausschuss für eine Flutlichtanlage im Westfalia-Stadion in Osterwick gegeben. Das Gremium stimmte einem entsprechenden Antrag des Sportvereins Westfalia Osterwick zu. Damit könne jetzt der Trainings- und Spielbetrieb optimiert werden. Für die Durchführung der Maßnahme werden in den Haushalt Mittel in Höhe von 100 000 Euro für die Durchführung der Maßnahme in 2019 eingestellt. 

Dem Beschluss ging eine lebhafte Diskussion in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses voran. Hartwig Mensing (WIR) wollte den Beschlussvorschlag der Verwaltung ergänzt wissen. So sollte sichergestellt werden, dass für Schäden, die durch „unsachgemäßen“ Spiel- und Trainingsbetrieb auf den Spielfeldern entstehen, in den nächsten zehn Jahren keine Gelder gewährt würden.

„Die Millionenwerte sollten geschont werden“, sagte Hartwig Mensing mit Blick auf die Investitionen. Schließlich habe man vor 13 Jahren in Osterwick einen Kunstrasenplatz mit Flutlicht angelegt. Jetzt solle der Naturrasenplatz, für den die Flutlichtanlage errichtet werden soll, in Zukunft verstärkt genutzt werden. Die Gefahr von Schäden, die später repariert werden müssten, sei groß, argumentierte Mensing.

Winfried Weber (Grüne) entgegnete, dass die Platzwarte verantwortungsvoll handeln und einen Platz bei Unbespielbarkeit selbstverständlich sperren würden. Im übrigen gebe es mehr als nur Fußball, auch deshalb mache Flutlicht Sinn. Auch Bürgermeister Christoph Gottheil wies darauf hin, dass der Platz auch für den Breitensport und die Abnahme des Sportabzeichens genutzt werde.

Frederik Lethmate (CDU) wollte wissen, ob die Bewilligung der Maßnahme in Osterwick auf „Unbehagen“ bei den anderen Vereinen stoße. Bürgermeister Gottheil erläuterte, dass zum Beispiel im Turo-Stadion in Darfeld weniger Jugendmannschaften als in Osterwick trainieren würden und es daher weniger Probleme gebe, dass alle Teams auch bei guten Lichteverhältnissen spielen könnten.

Letztlich wurde der Antrag von Hartwig Mensing, der den Zusatz im Beschluss gefordert hatte, abgelehnt. Bürgermeister Gottheil führte ins Feld, dass es besser sei, mit Westfalia eine schriftliche Vereinbarung über die Nutzung der Spielflächen zu treffen.

Westfalia-Vorsitzender Dieter Wilger äußerte, dass er den Begriff „unsachgemäß“ in Zusammenhang mit der Pflege der Spielfelder für „gefährlich“ halte. „Das könnte zum Streit führen“, warnte er. Für die Pflege des Rasenplatzes sei der gemeindliche Bauhof zuständig. Westfalia betreue den Kunstrasenplatz.

Einer Vereinbarung mit der Gemeinde Rosendahl über die Nutzung des Naturrasenplatzes, die nur den Jugendmannschaften gewährt werde, stehe aber nichts im Wege, so Wilger. Ob die Gemeinde oder der Sportverein Bauherr der Flutlichtanlage werden, werde noch geklärt, wie Bürgermeister Gottheil auf Anfrage von Hartwig Mensing antwortete.

Die neue Flutlichtanlage im Westfalia-Stadion soll im Herbst 2019 in Betrieb genommen werden.

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