Ewald Belker vollendet sein 80. Lebensjahr

Allgemeine Zeitung OSTERWICK (fw). Vor Verantwortung im Ehrenamt hat er sich nie gescheut. Sportverein Westfalia, Schützenbruderschaft, Politik, dazu Familie und Beruf - „heute frage ich mich manchmal, wie ich das alles hinbekommen habe", lächelt Ewald Belker. Die Entwicklung des Dorfes hat der Osterwicker, der heute sein 80. Lebensjahr vollendet, in vielen Bereichen vorangetrieben.

Das Datum seines ersten Spiels für die A-Jugendfußballer der Westfalia weiß er noch genau. „22. März 1952, mit nicht einmal 14 Jahren", erinnert er sich. „Das war damals das Eintrittsalter." Gespielt hat er lange Zeit, dann auch auf Funktionärsebene dafür gesorgt, dass der Verein erfolgreich ist. 1973 hat Ewald Belker den Vorsitz von Josef Krekeler übernommen und bekleidete das Amt bis 1992 - in diese Zeit fielen nicht nur der Bezirksliga-Aufstieg der Fußballer 1981, sondern auch der Bau des Rasenplatzes mit Tribüne, die Gründung der Tennisabteilung mit Bau von vier Plätzen, die Gründung der LG und TTG Rosendahl mit Turo Darfeld und SW Holtwick. Nach seiner Amtszeit ist Belker mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden.

Noch länger währte seine ehrenamtliche Tätigkeit in der Schützenbruderschaft Ss. Fabian und Sebastian: Für seine 23 Jahre als Brudermeister wurde er 2010 mit dem Sebastian-Ehrenkreuz am Bande, eine seltene Auszeichnung, geehrt und zum Ehrenbrudermeister ernannt. Ein besonderes Anliegen war ihm dabei das Ehrenmal an der Kirche. „Das war nicht mehr ansehnlich", erzählt er. „Deshalb habe ich Spenden gesammelt und mit vielen freiwilligen Helfern alles neu gestaltet." 220 Einzelkreuze stehen dort zum Gedenken an gefallene Osterwicker, sie alle hat Belker neu beschriftet. Neue Bänke und die Aufbereitung des Teiches mit dem Springbrunnen runden das Gesamtbild ab - „alles in Patenschaft der Schützenbruderschaft", freut er sich.

Weder Arbeitseinsätze noch ehrenamtliches Engagement hat Jubilar Ewald Belker zeitlebens gescheut.Durch die Gründung der Jungen Union in Rosendahl ist Ewald Belker 1969 in die CDU und in die Politik gekommen, zog 1975 auch in den ersten gemeinsamen Rosendahler Gemeinderat ein. „Die Sportthemen waren
mir immer ein besonderes Anliegen", erinnert er sich. Nach seinem Ausscheiden aus dem Rat hat seine Frau Marianne für weitere zehn Jahre ein Mandat übernommen. Ewald Belker hat vor 20 Jahren mit einigen Mitstreitern die Senioren-Union aus der Taufe gehoben und wirkt auch heute noch immer im vorstand mit.

All das hat der heute 80-Jährige in seiner Freizeit auf sich genommen, obwohl er auch beruflich viel unterwegs war: Nachdem er in der 50er Jahren der erste Auszubildende im Kfz-Betrieb Carl Schuppert in Coesfeld war, wechselte er später zu Lülf, ging dort in den Außendienst und war dann im Kundengeschäft für Edeka und später für Tchibo-Röstkaffee tätig, unter anderem ein Jahr in den neuen Bundesländern. „Aber wenn du einmal im Ehrenamt eingebunden ist, kommen schnell weitere Anfragen", weiß er aus Erfahrung - Belker hat es gerne gemacht und weiß deshalb auch heute viele Weggefährten um sich.

Zu seinem runden Geburtstag gratulieren die Familie mit den drei Kindern und drei Enkeln, die Verwandten, Bekannten und Nachbarn.

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