Fußball: Westfalia siegt nach deutlicher Steigerung 3:1 gegen Eintracht Ahaus und steht im Achtelfinale

Allgemeine Zeitung -fw- Osterwick. Als Leisetreter ist Engin Yavuzaslan nicht bekannt, diesmal aber war er nicht zu hören. Restlos entspannt saß er am Seitenrand auf der Bank und verfolgte das Geschehen – was ihn an einen Filmklassiker erinnerte. „Ich habe bestimmt schon acht Mal mit meiner Frau Dirty Dancing gesehen“, grinste der Westfalia-Spielertrainer. „Da darf ich immer schweigen und genießen.“ Und so fühlte sich gestern auch die zweite Halbzeit an, als die Osterwicker die Partie gegen Eintracht Ahaus noch umbogen und 3:1 gewannen – ein Genuss.

Zugegeben, die Gäste, die am Freitag und Samstag noch beim eigenen Eintracht-Pokal gespielt hatten, waren zu diesem Pokalspiel wohl überwiegend mit ihrer zweiten Mannschaft aufgelaufen. Dadurch wollte Yavuzaslan den Auftritt seines Teams nach der Pause aber nicht geschmälert wissen: „Das ist immer noch ein A-Ligist mit Ambitionen nach oben.“

Bei aller Begeisterung: Der erste Durchgang war sehr überschaubar. „Sogar unterirdisch“, nahm der verletzte Spielertrainer kein Blatt vor den Mund. „Anscheinend kamen die Jungs mit den Trikotfarben nicht klar.“ Denn die Gäste spielten diesmal in roter Garnitur. Zu allem Überfluss zögerte Jan-Simon Wilmer nach einer halben Stunde einen Moment zu lange und hatte gegen Attila Belger das Nachsehen – das 0:1 zur Pause.

Die geforderte Antwort kam. Klare Worte habe er in der Kabine benutzt, erklärte Yavuzaslan – und seine Mannschaft steigerte sich deutlich, auch wenn die Osterwicker zunächst angesichts des nun böigen Rückenwindes noch Probleme mit der Passgenauigkeit hatten. Aber in der 60. Minute war der Ausgleich fällig, als Timo Mevenkamp Jan Kröger bediente, der in den Strafraum zog und unhaltbar abschloss. Zehn Minuten später bereitete Florian Richters mit einem starken Lauf über den rechten Flügel die Führung vor: Seinen Pass von der Torauslinie verwertete Bartlomiej Kijas zum 2:1. Und in der 75. Minute nagelte Linus Lammers nach einem langen Pass von Timo Mevenkamp den Ball zum 3:1 unter die Latte.

Das war die Entscheidung, zumal Jan-Simon Wilmer in der 90. Minute mit einer Fußabwehr gegen Colin Voogd den Anschlusstreffer verhinderte. „Laufpensum, Spielwitz, Zweikampfstärke“, schwärmte der Trainer nach dem Abpfiff. „Ich bin einfach nur sprachlos.“

Westfalia Osterwick – Eintracht Ahaus II 3:1; Tore: 0:1 Attila Belger (30.), 1:1 Jan Kröger (60.), 2:1 Bartlomiej Kijas (70.), 3:1 Linus Lammers (75.).