Fußball: Westfalia müht sich zum 1:0

Allgemeine Zeitung COESFELD/ROSENDAHL (fw). Der Trainer, der mit seiner dicken Schiene am Knie das Geschehen nur von draußen verfolgen durfte, nahm kein Blatt vor den Mund. „Das war Ideen- und planlos", schüttelte Engin Yavuzaslan den Kopf. Selbst das reine Ergebnis, der 1:0-Sieg im Seifer-Cup gegen den Nachbarn Turo Darfeld, konnte den Westfalia-Trainer kaum trösten: „Ich habe heute viele Indianer, aber keine Häuptlinge gesehen."

Das Tor des Tages fiel schon in der 14. Minute, als Turo-Torwart Dirk Bialowons einen Schuss von Florian Richters zwar mit dem Fuß abwehrte, Jan Kröger den Abpraller aber zum 1:0 versenkte. Danach passierte wenig bis gar nichts, weil die Darfelder viel zu selten in der Lage waren, wirklich Druck auszuüben. „Vielen fehlt noch die Fitness", stellte Markus Lindner fest. „Dadurch fehlt uns besonders vorne die Durchschlagskraft." Weil die Westfalia, die den ersten Durchgang noch klar dominiert hatte, nach der Pause aber auch nicht mehr in die Gänge kam, entwickelte sich eine wenig ansehnliche Partie. „Grundsätzlich war es in der zweiten Halbzeit okay, aber offensiv haben wir nicht viel kreiert", so Lindner. Engin Yavuzaslan bemängelte derweil das geforderte Pressing seines Teams mit deutlichen Worten: „Das hat meine Frau bei der Geburt meiner Tochter viel besser gemacht ..."

Westfalia Osterwick Turo Darfeld 1:0; Tor: 1:0 Jan Kröger (14.).