Fußball: DJK-VBRS und Westfalia überzeugen nur in der Offensive / 5:3 für Coesfeld

Allgemeine Zeitung -fw- Coesfeld. Die zwei Gesichter hätten deutlicher kaum zutage treten können. Vorne phasenweise spektakulär, hinten aber immer wieder fahrlässig – entsprechend schwer war es für Sebastian Scheinig, dieses Spiel zu bewerten. „Offensiv war das bisher unser bester Auftritt“, erklärte er nach dem 5:3-Sieg gegen Westfalia Osterwick, der seiner DJK Coesfeld-VBRS immerhin den dritten Platz beim eigenen Turnier um den Sparkassen-Cup bescherte. Aber in der Deckung häuften sich die einfachen Fehler, und das schmeckte dem Trainer überhaupt nicht.

Zwischen Freud und Leid wandelte auch Engin Yavuzaslan, das allerdings stark humpelnd. Denn in einer starken zweiten Halbzeit handelte sich die Westfalia einen dicken Wermutstropfen ein: Der Spielertrainer verletzte sich in einem Zweikampf unglücklich und droht vorerst auszufallen. „Das Knie fühlt sich instabil an“, schüttelte er den Kopf. „Ich fürchte, das Innenband ist durch.“

Mit einem Kopfschütteln musste er auch die erste Halbzeit seines Teams bewerten, das defensiv in einer neu zusammengestellten Kette phasenweise von allen guten Geistern verlassen schien. „Die Jungs wollten es wohl so elegant wie auf der Playstation lösen“, ärgerte sich Yavuzaslan über das Abwehrverhalten, das es dem gut aufgelegten DJK-Sturm mit Aleksander Temelkov und Marius Borgert sehr leicht machte. „Die beiden haben gezeigt, dass es auch mit zwei Stürmern gut funktionieren kann“, so Scheinig. Temelkov, der vor der Pause nach einem Schlag in die Wade vom Feld musste, besorgte nach Ballverlust von Lars Knipper das frühe 1:0 (8.) und legte zwei Minuten später mit einem abgefälschten Schuss das 2:0 nach. Marius Borgert staubte in der 28. Minute zum 3:0 auf und bekam dank einer missglückten Grätsche von Johannes Sicking das 4:0 aufgelegt (39.). Und hätte Lars Knipper nicht zweimal in höchster Not gegen Borgert und Temelkov gerettet und Borgert zudem in der 33. Minute ins Tor und nicht den Pfosten getroffen, wäre es noch übler ausgegangen.

Nach der Pause präsentierte sich die Westfalia ganz anders. Nach neun Minuten hatte Jan Kröger auf 2:4 verkürzt, und in der 63. Minute verpasste Linus Lammers freistehend den Anschlusstreffer. So sorgte Johannes Hähner mit einem tollen 35-Meter-Treffer zum 5:2 für die Entscheidung (80.). Benny Raabe verkürzte nach Knipper-Vorarbeit auf 5:3. 7 DJK Coesfeld-VBRS – Westfalia Osterwick 5:3; Tore: 1:0 und 2:0 Aleksandar Temelkov (8., 10.), 3:0 und 4:0 Marius Borgert (28., 39.), 4:1 und 4:2 Jan Kröger (50., 55.), 5:2 Johannes Hähner (82.), 5:3 Benjamin Raabe (85.).